10 Tipps zur Prüfungsvorbereitung für die Ausbildung


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Ohne Prüfung kein Ausbildungsabschluss. Leider. Doch wie sagte einst schon Konfuzius: „In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab“. Aus diesem Grund brauchst du bei dem Gedanken an deine Abschlussprüfung auch nicht gleich in Panik verfallen. Denn mit ein paar einfachen Tipps kannst du dich super darauf vorbereiten. Vorausgesetzt, du fängst früh genug damit an. Denn auch wenn es schwerfällt, so ist die stressige Zeit der Prüfungsvorbereitung schneller vorbei, als du es dir jetzt vielleicht vorstellen kannst. Und am Tag der Abschlussprüfung für deine Ausbildung wirst du nach einer gründlichen Prüfungsvorbereitung froh sein, dass du deine Zeit dafür investiert hast.

Hier erfährst du alles, was du zum Thema Prüfungen während der Ausbildung wissen solltest. Und mit hilfreichen Tipps zur Prüfungsvorbereitung wirst du diese mit ein bisschen Fleiß und Ehrgeiz auch bestimmt erfolgreich bestehen!

Die neue Form der Abschlussprüfung

In immer mehr Branchen wird anstatt einer Zwischen- und einer Abschlussprüfung eine Art gestreckte Abschlussprüfung abgelegt. Dabei entfällt die Zwischenprüfung nach der Hälfte der Ausbildungszeit. Dafür gibt es dann den ersten Teil der eigentlichen Abschlussprüfung bereits nach zwei Jahren. Hier werden dann Grundkenntnisse abgefragt. Im zweiten Teil der Abschlussprüfung, die ganz normal wie auch davor am Ende der Ausbildung stattfindet, werden die tiefer gehenden Spezialkenntnisse abgefragt.

Die Zwischenprüfung

Gibt es für deinen Ausbildungsberuf noch nicht die neue Form der gestreckten Abschlussprüfung, dann legst du nach der Hälfte der Ausbildungsdauer eine Zwischenprüfung ab. Um später an der Abschlussprüfung teilnehmen zu können, ist eine Teilnahme an der Zwischenprüfung absolute Voraussetzung. Solltest du an dem Tag der Zwischenprüfung krank sein, musst du die Zwischenprüfung zum nächstmöglichen Zeitpunkt wiederholen. Das ist ganz wichtig, da du sonst nicht zur Abschlussprüfung zugelassen wirst.

Wenn du bei der Zwischenprüfung schlechte Ergebnisse erzielt hast, gefährdet das deine Ausbildung erstmal nicht. Du brachst dir also keine Sorgen zu machen, dass du die Ausbildung bei vergeigter Zwischenprüfung nicht Fortführen kannst, denn so ist es nicht. Jedoch kann die Zwischenprüfung eine Chance darstellen: Meisterst du diese mit Bravour, kann deine Ausbildung unter Umständen sogar verkürzt werden.

Zulassung zur Abschlussprüfung

Zu einer optimalen und gründlichen Vorbereitung auf die Abschlussprüfung am Ende deiner Ausbildung, gehört auch die Kontrolle, ob du alle Voraussetzungen für die Zulassung erfüllst. Natürlich kümmert sich dein Ausbildungsbetrieb in den meisten Fällen darum, doch mit einer weiteren Überprüfung gehst du sicher, dass auch wirklich alles klappen wird. Hier die Dinge, die es zu erfüllen gilt:

- Dein Ausbildungsverhältnis wurde bei der dafür zuständigen Stelle offiziell eingetragen

- Du hast an der Zwischenprüfung teilgenommen

- Deine Berichtshefte sind vollständig, unterschrieben, und liegen der zuständigen Stelle vor

- Du hast die vorgeschriebene Ausbildungszeit abgeleistet

Beim letzten Punkt gilt bei einer Verkürzung der Ausbildung die verkürzte Zeit, sodass du dir in diesem Fall keine Sorgen machen brauchst. Solltest du allerdings häufig und länger gefehlt haben, dann erkundige dich persönlich bei der zuständigen Stelle (z.B. IHK), ob du die nötige Ausbildungszeit erbracht hast. Jetzt aber genug zu den Formalitäten. Im Folgenden findest du 10 Tipps zur Prüfungsvorbereitung für deine Ausbildung!

10 Tipps zur Prüfungsvorbereitung für die Ausbildung

1. Welcher Lerntyp bist du?

Finde heraus, wie du dir Sachverhalte am besten merken kannst. Manche lernen am besten, wenn sie Dinge lesen, andere können sich bestimmte Sache nur einprägen, wenn sie diese immer wieder hören. Welcher Lerntyp bist du? Sobald du dir diese Frage beantwortet hast, kannst du gezielt auf diese Art und Weise lernen. Studien haben aber auch gezeigt, dass die Kombination aus verschiedenen Lernstrategien ebenfalls sehr erfolgversprechend ist. Mixe beim Lernen also ruhig die Methode, mit der du den Stoff in dich aufnimmst.

2. Relevante Informationen

Kennst du bereits den Lehrer, bei dem du die Prüfung abhalten wirst? Dann achte darauf, für welche Themen er oder sie Vorlieben hat. Manche Lehrer sprechen auch gezielt über die Schwerpunkte, die in der Abschlussprüfung drankommen werden. Möglicherweise gib es auch schon einen ehemaligen Azubi in deinem Ausbildungsbetrieb, der die Prüfung ein Jahr vor dir abgelegt hat? Vielleicht kann dieser dir Tipps geben, auf welche Themen du dich besonders konzentrieren solltest? Natürlich heißt das nicht, dass du dir bei der Prüfungsvorbereitung nur einige Themen anschauen sollst. Gelernt werden muss alles, denn man kann sich nie sicher sein, was tatsächlich abgefragt wird. Allerdings kannst du durch diese Maßnahmen einen guten Eindruck davon bekommen, was besonders wichtig für die Prüfung sein könnte.

3. Zusammenfassungen schreiben

Wer frühzeitig mit den Prüfungsvorbereitungen für die Ausbildung beginnt, spart sich eine Menge Zeitdruck und Stress am Ende der Ausbildung. Ein weiterer Tipp ist deshalb: Schreibe nach jedem Themenbereich eine Zusammenfassung über diesen. Wenn du dich dann im dritten Lehrjahr auf die Abschlussprüfung vorbereiten möchtest, musst du dich nicht durch ganze Ordner kämpfen und jedes Blatt Papier durchgehen, sondern greifst ganz entspannt zu deinen Zusammenfassungen. Das wird dir unglaublich viel Zeit sparen, da du nicht erst noch die wichtigsten Informationen herausfiltern musst.

4. Erstelle einen Zeitplan

Du möchtest dich effizient und gründlich auf deine Abschlussprüfung für die Ausbildung vorbereiten? Dann brauchst du einen Zeitplan! Eine gute Organisation ist das A und O, denn so vermeidest du, dass dir kurz vor der Prüfung die Zeit für einige Kapitel gefehlt hat und du unvorbereitet bist. Ein Zeitplan könnte festhalten, in welcher Kalenderwoche du welches Thema bearbeitest. So siehst du gleich, ob genügend Zeit für Alles ist und auch wie viel Zeit du jedem Thema widmen kannst.

5. Prüfe dich selbst

Sobald du bei den Prüfungsvorbereitungen schon einen Schritt weiter bist, kannst du dein Wissen testen. Beispielsweise, indem du einem Freund oder einem Familienmitglied eine Art Vortrag zu einem bestimmten Thema hältst. Wenn du beispielsweise eine Ausbildung zum Mechatroniker/-in machst, dann erzähle einem Freund, wie man elektrische und fluidische Schlatungen aufbauen und verbinden kann. Fühlst du dich dabei sicher, kommst nicht ins stocken und kannst alles plausibel erklären, hast du dieses Thema verstanden. Fällt es dir schwer, ganz frei und ohne Spickzettel zu diesem Thema etwas zu sagen, dann solltest du weiter daran pauken.

6. Die Ausbildungsordnung

Zu jedem Ausbildungsberuf gibt es auch eine Ausbildungsordnung. In dieser ist neben dem Inhalt der Ausbildung auch die Prüfungsordnung enthalten. Schaue dir diese Prüfungsordnung genau an. Welche Fähigkeiten werden verlangt? In der Regel findest du Hinweise darauf, auf welchen Gebieten du geprüft wirst. Außerdem steht in der Prüfungsordnung, welcher Prüfungsteil welchen Anteil an deiner Note ausmachen wird. Auch dies gibt dir ein Gefühl dafür, auf welche Bereiche du besonders viel Wert bei deiner Prüfungsvorbereitung legen solltest.

Hier findest du die richtige Ausbildungsordnung für deinen Ausbildungsberuf: 
http://www.bmwi.de/DE/Themen/Ausbildung-und-Beruf/Ausbildungsberufe/ausbildungsordnungen.html 

7. Visualisiere

Während deiner Ausbildung lernst du in der Berufsschule viel Theorie. Diese theoretischen Grundlagen kann man sich meist nur schwer merken. Daher der nächste Tipp: Visualisiere die Theorie. Komplexe Zusammenhänge lassen sich am besten über eine Mind Map darstellen, doch auch Schaubilder und Tabellen können dabei helfen, dass du dir den Stoff besser einprägen kannst. Ein weiterer genialer Nebeneffekt: Allein bei der Auseinandersetzung, wie du diesen komplexen Sachverhalt grafisch darstellen kannst, prägst du dir diesen bereits gut ein und entwickelst ein tieferes Verständnis dafür.

8. Belohne dich für die gute Prüfungsvorbereitung

Nichts belohnt eine gründliche Prüfungsvorbereitung so sehr wie eine entspannte und mit Bravour bestandene Abschlussprüfung. Doch damit dir auf dem Weg dahin nicht die Motivation verloren geht, solltest du dir kleine Belohnungen für effektive und fleißige Lernabende überlegen. 

9. Entspannen!

Nach all der Prüfungsvorbereitung für deine Ausbildung darfst du dir ruhig auch eine kleine Auszeit genehmigen. Du kommst gut voran und hast einen Überblick darüber, was du noch lernen musst? Dann gönn deinem Kopf und auch deinem Körper ein wenig Ruhe. Wie du am besten entspannen kannst, weißt nur du selbst. Bei allem Ehrgeiz darfst du nicht vergessen, dass du auch deinem Geist eine kleine Pausen gönnen solltest, damit du wieder voll auftanken kannst und mit frischer Energie am nächsten Tag weiter lernen kannst.

10. Prüfungsangst

Du hast viel Zeit und Energie in deine Prüfungsvorbereitung gesteckt. Nun gilt es nur noch, mit der Prüfungsangst umzugehen. Führe dir immer wieder vor Augen, wie lange du für die Abschlussprüfung gepaukt hast und wie viel Zeit du mit dem lernen zugebracht hast. Dass alles wird nicht umsonst gewesen sein, mache dir deshalb keine Sorgen. Wer sich kurz vor der Prüfung verrückt macht, erreicht damit gar nichts. Das schlimmste, dass passieren könnte, ist das Durchfallen. Aber auch das ist nicht wirklich schlimm, denn du kannst die Abschlussprüfung wiederholen! Also: Denke positiv und vertraue in dein Können!

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