Gesundheit: Wenn die Ausbildung krank macht


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Ob Allergien, die durch den Kontakt mit Chemikalien und andern Stoffen verursacht werden, oder andere körperliche Schädigungen, die Ausbildung kann auf vielfältige Weise krank machen. Gesundheitliche Probleme, die mit dem Ausbildungsberuf zusammenhängen, stellen eine große Belastung für den Auszubildenden dar. Hier sollte genau abgewogen werden, ob ein Abbruch der Ausbildung in Frage kommt oder ob es andere Alternativen gibt.

In einigen Ausbildungsberufen ist die körperliche Belastung so groß, dass diese zu körperlichen Beschwerden führen kann. Gerade Handwerksberufe sind sehr körperintensiv und können zu zahlreichen Beschwerdebildern führen, wie z.B. Rücken- und Gelenkbeschwerden, die sich zu regelrechten Berufskrankheiten verfestigen können. Viele Ausbildungsberufe haben aufgrund des erhöhten Risikos rigide Sicherheitsbestimmungen, an die sich jeder Betrieb halten muss. Viele Unternehmen aber auch Krankenkassen bieten darüber hinaus Beratungen an, die jeder Auszubildende als präventive Maßnahme wahrnehmen sollte, um die Risiken körperlichen Beschwerden abzumildern.

Auch der Kontakt mit chemischen Stoffen am Arbeitsplatz kann zu einem Risiko für die Gesundheit werden. Besonders betroffen sind Lehrlinge aus dem Friseur- und Bäckerhandwerk. Kosmetische Chemikalien und Mehlstaub führen bei Auszubildenden regelmäßig zu Allergien, die vor allem die Atemwege und die Haut betreffen.

Mindesten genauso gefährlich, wenn auch weniger anerkannt, sind psychische Erkrankungen, die mit den Belastungen einer Ausbildung einhergehen können. Mobbing, Depressionen und Burn-Out äußern sich meist auch in körperlichen Symptomen wie Magen-Darm und anderen psychosomatischen Beschwerden.

Unabhängig davon, ob die Ursache für die Beschwerden psychischer oder körperlicher Natur ist, sollten die Beschwerden immer ernst genommen werden. Die Gesundheit sollte dabei stets im Mittelpunkt der Erwägungen stehen, die am Ende als Konsequenz vielleicht sogar in einem Abbruch der Ausbildung münden muss. Dies sollte jedoch immer als letzte Option angesehen werden. Meist können in gemeinsamen Gesprächen mit dem Arbeitgeber Alternativen zu diesem Schritt gefunden werden.

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