Pausen - Dein gutes Recht!


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Schuften bis zum Umfallen in der Ausbildung? Durcharbeiten gehört bei dir zum Alltag? Das alles ist nicht zulässig! Denn wer mehr als sechs Stunden am Stück arbeitet, muss sogar eine Pause machen. So schreibt es das Gesetz vor.

Wer eine Ausbildung absolviert hat auch ein Recht darauf, Pausen zu machen. Das ist sogar gesetzlich so geregelt. Wenn du jünger als 18 Jahre bist, dann hast du einen Anspruch auf mindestens eine Stunde Pause pro Ausbildungstag. Wer volljährig ist und sechs bis neun Stunden am Tag arbeitet, der hat das Recht auf mindestens 30 Minuten Pause. Dabei ist es dir freigestellt wie du deine Pause nehmen möchtest, also ob du 30 Minuten am Stück oder zwei Mal fünfzehn Minuten Pause machen möchtest. Wichtig ist nur, dass eine Pause nach spätestens sechs Stunden eingelegt wird.

Man muss bei all seinen Ambitionen in der Ausbildung bedenken: Der Mensch ist keine Maschine. Und wer jahrelang auf Hochtouren arbeitet, ohne sich eine Pause zu gönnen, riskiert ein schnelles Burnout. Wenn du also freiwillig auf deine Pause verzichtest, um einen guten Eindruck beim Chef zu hinterlassen, dann sei gewarnt, dass dies keine gute Idee ist.

Bedenkt man zum Beispiel, dass es für das menschliche Gehirn gar nicht möglich ist, acht oder neun Stunden am Stück konzentriert zu arbeiten, dann machen Pausen spätestens jetzt Sinn. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass man nicht länger als 90 Minuten am Stück konzentriert arbeiten kann. Spätestens nach dieser Zeit sollte man sich 2-3 Minuten entspannen, zum Beispiel indem man sich aus der Betriebsküche eine Tasse Tee holt.

Durchzuarbeiten bedeutet häufig, dass sich viele kleine Fehler einschleichen. Man darf die achtstündige Anwesenheit am Arbeitsplatz nicht mit achtstündiger produktiver Arbeit gleichsetzen. Denn diese wird durch das Durcharbeiten häufig in Mitleidenschaft gezogen. Nur wer nach sechs Stunden seinem qualmenden Kopf etwas Ruhe gönnt, kann danach wieder bei 100% seiner Leistung voll durchstarten.

Die wenigsten wissen, dass so eine Pause während der Arbeit viele positive Effekte nach sich zieht. Die Leistungsfähigkeit wird nämlich nach jeder Pause erhöht. Pausen während der Arbeit steigern die Produktivität. Auch das kreative Denken, das Finden von Lösungswegen, aber auch zum Beispiel die Reaktionsgeschwindigkeit profitieren von Pausen.

Am besten, man verlässt seinen Arbeitsplatz für die Pause. Denn die räumliche Trennung sorgt ebenfalls dafür, dass man einen besseren Abstand von der Arbeit gewinnt. Für Azubis, die körperlich arbeiten, empfiehlt sich eine Pause im Sitzen. Zum Beispiel kann auf einem bequemen Sessel ein gutes Buch gelesen werden. Azubis, die dagegen den ganzen Tag im Sitzen und am PC verbringen, sollten sich bewegen und ihren Augen ebenfalls eine kleine Pause gönnen. Der beste Weg hierfür ist ein kleiner Spaziergang.

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