So erkennst du einen guten Ausbildungsbetrieb!


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Die Wahl eines Ausbildungsplatzes ist ein entscheidender Moment in deinem Leben. Diese Wahl wird die nächsten drei Jahre deines Lebens bestimmen, und den Grundstein deiner beruflichen Laufbahn bilden. Eine sehr wichtige Angelegenheit also. Doch woher weiß man, ob man an einen guten Ausbildungsbetrieb geraten ist?

So erkennst du einen guten Ausbildungsbetrieb:

1. Es wird ein faires Ausbildungsgehalt gezahlt

Ein guter Ausbildungsbetrieb bildet seine Azubis auch zu guten Fachkräften aus. Fachkräfte, die tagtäglich einen wichtigen Beitrag leisten und damit auch am Erfolg des Unternehmens beteiligt sind. Diese Leistung wird honoriert, und zwar mit einer fairen Vergütung. Eine faire Ausbildungsvergütung zeichnet sich dadurch aus, dass die Auszubildenden nach Tarif bezahlt werden. Ihr Lohn entspricht also den Vorstellungen der zuständigen Gewerkschaft und wurde zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite verhandelt. Betriebe, die ihren Azubis lediglich einen Hungerlohn weit unter den Tariflöhnen zahlen, behandeln ihre Azubis wahrscheinlich auch in anderen Bereichen nicht immer ganz fair.

2. Du wirst gut betreut

Ob du während deiner Ausbildung auch wirklich gut betreut wirst oder nicht, erfährst du leider erst, wenn du dich bereits für einen Betrieb entschieden hast und auch schon ein paar Wochen dort gearbeitet hast. Doch es gibt Hinweise darauf, ob du eine gute Betreuung erwarten kannst oder nicht. Zunächst einmal sollte man dir nach der Zusage bereits einen Namen nennen können von der Person, die in Zukunft dein Ausbilder sein wird. Du kannst an der Stelle auch danach fragen, ob es weitere Ansprechpartner für dich im Unternehmen geben wird. Verweist man dich auf einen weiteren Vorgesetzten und unter Umständen sogar noch auf ein paar Mitglieder des Betriebsrates, dann kannst du davon ausgehen, dass du während deiner Ausbildung gut betreut werden wirst.

3. Lernfortschritte und Feedback

Ein guter Arbeitnehmer zeichnet sich dadurch aus, dass ihm die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter wichtig ist. Dies ist vor allem während der Ausbildung wichtig. Während du im Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz sitzt, kannst du ruhig danach fragen, ob in der Ausbildung regelmäßige Feedbackgespräche vorgesehen sind. Wenn ja, dann kannst du beruhigt sein. In diesem Fall kümmert sich dein Ausbilder auch darum, dass du Lernfortschritte machst. Außerdem ist regelmäßiges Feedback besonders in der Lehre unglaublich wichtig, denn nur so kannst du immer besser werden!

4. Die Übernahmequote

Keiner deiner Kollegen war einmal ein ehemaliger Azubi? Und auch sonst hast du noch nie etwas zur Übernahmequote von ehemaligen Auszubildenden gehört? Kein gutes Zeichen! Auch hier wäre es ratsam, bevor du den Ausbildungsvertrag unterschreibst, nachzufragen, wie es eigentlich mit der Übernahmequote von Lehrlingen aussieht. Werden diese grundsätzlich nicht übernommen, ist das kein gutes Zeichen. Dies könnte unter Umständen nämlich ein Indiz dafür sein, dass der Ausbildungsbetrieb seine Azubis gar nicht so gut ausbildet, und dementsprechend diese auch nicht als Arbeitskräfte einstellen möchte. Wenn dir aber gesagt wird, dass Auszubildende mit guten Leistungen in der Regel übernommen werden, ist das ein gutes Zeichen.

5. Gute Zukunftsperspektiven

Ein Top Arbeitgeber bietet seinen Angestellten aussichtsreiche Zukunftsperspektiven. Regelmäßig finden Schulungen statt, bei guten Leistungen kann man auf eine Beförderung hoffen, und der Arbeitgeber ist immer darum bemüht, dass individuelle Karriereziele erreicht werden können. Versuche herauszufinden, wie dein Ausbildungsbetrieb dieses Thema handhabt. Hast du schonmal etwas davon gehört, dass es interne Schulungen dort gibt? Oder das Weiterbildungen auf Wunsch finanziell unterstützt werden? Erkundige dich bei Bekannten, Freunden, und recherchiere ein wenig im Internet. Dadurch kannst du dir ein besseres Bild davon machen, um ob es sich bei deinem Ausbildungsbetrieb auch um einen guten Arbeitgeber handelt.

6. Azubi-Bewertungen

In Internet findest du auf verschiedenen Portalen Unternehmensbewertungen von ehemaligen Azubis. Schau einfach mal nach, ob der ein oder andere Auszubildende schon mal etwas über deinen potenziellen Ausbildungsbetrieb geschrieben hat. Allerdings ist beim Lesen dieser Bewertungen immer etwas Vorsicht geboten. Nicht immer entsprechen diese Zeilen der Wahrheit. Manchmal entstehen solche Bewertungen nach einem schlechten Tag und dienen dann eher dazu, einmal Dampf abzulassen. Verlasse dich da auf dein Bauchgefühl und entscheide für jede Bewertung die du liest, ob diese glaubhaft ist oder nicht. Wer dagegen auf durchweg positive Azubi-Bewertungen stößt, kann sich glücklich schätzen: Sieht ganz so aus, als wärst du da an einen tollen Ausbildungsbetrieb geraten!

Von Jana Mölle

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