Übernahme nach der Ausbildung


© wavebreakmedia / shutterstock.com
Nach der Ausbildung vom Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden, ist für viele Auszubildende ein Traum, auf den sie gerne zuarbeiten möchten. Doch ein Rechtsanspruch auf Übernahme besteht nicht. Wer gerne von seinem Betreib übernommen werden möchte, sollte ganz offen auf seinen Arbeitgeber zugehen.

Wie es nach der Ausbildung weiter gehen soll, darüber sollte man sich idealerweise schon während der Ausbildung Gedanken gemacht haben. Während es viele Auszubildende bevorzugen, nach der Ausbildung andere Betriebsluft zu schnuppern und in einen anderen Betrieb zu gehen, möchten andere gerne von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen werden. Da es keinen Rechtsanspruch auf die betriebliche Übernahme von Auszubildenden gibt, sollte man sich frühzeitig beim Arbeitgeber um eine Übernahme kümmern. Dies geschieht am besten in einem direkten Gespräch mit dem Personalchef. Zu früh sollte das Interesse nach einer Übernahme jedoch nicht angemeldet werden.

Vor- und Nachteile einer Übernahme

Die Übernahme in den eigenen Ausbildungsbetrieb hat viele Vor- aber auch einige Nachteile. Zu den Vorteilen einer Übernahme zählt, dass man durch die Ausbildung im Betrieb mit den Kollegen und den Betriebsabläufen vertraut ist. Und auch der Betrieb weiß, was er an dem Auszubildenden hat, den er ja selbst ausgebildet hat. In der Regel kommt es auch im Lebenslauf gut an, wenn man nach der Ausbildung einige Jahre im eigenen Betrieb gearbeitet hat, um Berufserfahrung zu sammeln. Eine Übernahme signalisiert zudem, dass der Azubi von dem Betrieb honoriert wurde. Ein Nachteil besteht darin, dass man sich den Herausforderungen eines neuen Betriebes durch die Übernahme nicht stellen muss. Damit geht einher, dass man wertvolle Berufserfahrungen und -kompetenzen nicht im selben Maße erwirbt, wie jemand, der ggf. den Betrieb wechselt oder sich weiterbildet.

Rechtzeitig Interesse anmelden

Wer von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen werden möchte, sollte ein halbes Jahr vor Beendigung der Ausbildung auf seinen Ausbilder zugehen, um die Möglichkeit einer Übernahme in einem Gespräch zu klären. Ist der Ausbildungsbetrieb an einer Übernahme des Auszubildenden interessiert, sollte dies in schriftlicher Form vertraglich fixiert werden. Hierbei ist es dem Ausbildungsbetrieb rechtlich untersagt zu früh (etwa zu Beginn der Ausbildung) eine Übernahme des Auszubildenden anzumelden (§ 12 Berufsbildungsgesetz). Dies ist erst sechs Monate vor Ausbildungsende rechtlich möglich. Die Übernahme erfolgt in Form eines neuen Arbeitsvertrags, der unbefristet oder befristet gestaltet werden kann.

Nicht zögern

Insgesamt gestaltet sich die Übernahme von Auszubildenden in größeren Unternehmen leichter als in kleinen Betrieben. Dies liegt daran, dass kleinere Betriebe nicht über ausreichende Kapazitäten verfügen, um all ihre Azubis übernehmen zu können. Trotzdem lohnt es sich, auf den Ausbilder zuzugehen und die Frage nach einer Übernahme in den Betrieb anzusprechen. Der Auszubildende wird gerade bei einem kleinen Betrieb meist sehr genau wissen, ob ein Bedarf an Arbeitskräften besteht oder nicht. Unabhängig davon kann eine Auszubildender Glück haben, wenn er beim Chef durch Fleiß und Engagement bereits gepunktet hat, auch so übernommen zu werden. Denn gute und zuverlässige Mitarbeiter werden immer gebraucht.

© CandyBox Images / shutterstock.com
© l i g h t p o e t / shutterstock.com
© wavebreakmedia / shutterstock.com