Was tun, wenn man nicht übernommen wird?


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Lange hat man gehofft und gebangt und dann die Absage: Der Betrieb ist nicht an einer Übernahme interessiert. Als Auszubildender stehen einem dennoch einige Türen offen, deshalb sollte man Kopf nicht in den Sand stecken.

Es ist ratsam, sich bereits während der Ausbildung Gedanken darüber zu machen, wie es nach der Ausbildung weiter gehen soll. Möchte man gerne vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden, sollte man sich frühzeitig - d.h. spätestens ein halbes Jahr vor Ausbildungsende - an den Ausbilder wenden, um die Möglichkeit einer Übernahme zu klären. Da aber nicht alle Betriebe ihre Auszubildenden übernehmen können, ist es sinnvoll, sich frühzeitig Alternativen zu überlegen, wie ein berufliches Leben nach der Ausbildung aussehen kann. Hier gilt es sich rechtzeitig umzusehen und sich auf passende Stellen zu bewerben.

Stellensuche

Hat man eine Absage auf Übernahme von seinem Ausbildungsbetrieb erhalten, gilt es sich schnell auf Stellensuche zu begeben.  Wer ein gutes Abschlusszeugnis vorweisen kann und mit einer aussagekräftigen Bewerbung aufwartet, hat gute Chancen eine Stelle zu bekommen. Um Lücken im Lebenslauf zu vermeiden sollte die Stelle möglichst nahtlos an das Ende der Ausbildung anschließen. Normalerweise haben Auszubildende über ihren Betrieb auch Kontakt zu anderen Betrieben, bei denen es sich lohnen könnte, an die Tür zu klopfen. Nur keine Scheu. Wer offen und selbstbewusst auf die Betriebe zugeht, beweist Eigeninitiative. Das kommt gut an, denn motivierte und engagierte Mitarbeiter werden dringend gebraucht.

Freistellung

Wer zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, ist von seinem Ausbildungsbetrieb freizustellen. Dies ist in § 629 BGB für Bewerbungsgespräche gesetzlich so geregelt. Die Zeit der Freistellung muss zudem ganz normal vom Arbeitgeber vergütet werden. Der Auszubildende muss hierzu beim Arbeitgeber einen entsprechenden Antrag auf Freistellung stellen. Darin muss der Auszubildende nachweisen, dass ein Bewerbungsverfahren in einem bestimmten Zeitrahmen stattfindet, in dem er im Betrieb nicht anwesend sein kann.

Wenn alles Stricke reißen: Arbeitslosengeld beantragen

Wer weder vom Ausbildungsbetrieb übernommen wurde noch eine alternative Stelle gefunden hat, dem bleibt vorerst nichts anderes übrig als einen Antrag auf Arbeitslosengeld I zu stellen. Dieser ist bei der Agentur für Arbeit einzureichen. Der Antrag kann auch gestellt werden, wenn eine Stelle in Aussicht steht, diese aber nicht direkt und nahtlos angetreten werden kann. Das Arbeitslosengeld dient der Sicherung des Lebensunterhaltes in der Zeit der Überbrückung bis zur nächsten Anstellung. Dieses ist demnach als Übergangslösung zu sehen, in der die Bemühungen eine Stelle zu finden unbedingt fortgesetzt werden sollten. In der Regel steht einem hierbei die Agentur für Arbeit hilfreich zur Seite, so dass in den meisten Fällen recht schnell eine Stelle gefunden wird.

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