Was verdient ein Auszubildender?

Nach § 17 des Berufsbildungsgesetz (BBiG) muss der Arbeitgeber dem Auszubildenden eine angemessene Vergütung erteilen. Sie richtet sich nach ortsüblichen Sätzen und den tariflichen Bestimmungen der Branche sowie des Betriebes, sofern sie tariflich gebunden sind. Ein Gastronom erhält demnach eine „Gastronomie-Vergütung“, ein Bankkaufmann eine „Bank-Vergütung“. Sie differiert erheblich zwischen Ost- und Westdeutschland. So verdienen Azubis in westdeutschen Unternehmen zwischen 60 und 80 Euro mehr als im Osten.

Die Vergütung wird jährlich nach Tarif gesteigert und beinhaltet, falls vertraglich vereinbart, Zuschüsse für Verpflegung sowie Unterkunft. Bei Mehraufwand wird das Gehalt regelmäßig angeglichen. Wenn beispielsweise die tägliche Arbeitszeit regelmäßig überschritten wird, muss dies entsprechend honoriert werden, entweder im Gehalt oder in einer Freizeitausweitung.

Wird die Ausbildungszeit im gegenseitigen Einvernehmen verkürzt, bei entsprechend beruflicher Vorbildung, oder verlängert, bei Nichtbestehen von Prüfungen, kann die Vergütung diesbezüglich berücksichtigt werden. Sie orientiert sich dann an den zuletzt geleisteten Zahlungen.

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