5 Tipps gegen den Montagsblues


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Es ist Sonntagabend. Auf dich wartet am nächsten Tag wieder jede Menge Stress, nörgelnde Kollegen, und eine schwierige Aufgabe, von der du noch nicht so recht weißt, wie du sie eigentlich ohne die Hilfe deines Ausbilders lösen kannst. Schon macht sich schlechte Laune breit. Diese findet dann ihren Höhepunkt am Montagmorgen, sobald der Wecker klingelt. Nicht nur schlecht gelaunt, sondern auch müde und gerädert beginnst du den ersten Arbeitstag der Woche. Da bist du nicht allein. Denn so oder so ähnlich geht es Millionen anderen Arbeitnehmern auch. Eine Umfrage hat nämlich ergeben, dass der Montag der unbeliebteste Tag der Woche ist. Dieses Phänomen nennt man den „Montagsblues“. Wir haben uns auf die Suche nach den Gründen für den Montagsfrust gemacht und einige wertvolle Tipps zusammengestellt, mit denen man den Montagsblues überwinden kann!

Warum der Start in die Woche so schwer ist: Gründe für den Montagsblues

Weil du zu oft auf die Schlummer-Taste deines Wecker gedrückt hast, bist du spät dran. Zu allem Überfluss hast du dir beim gehetzten Kaffeetrinken die Zunge verbrannt und irgendwie hat deine Kleidung jetzt auch noch einen Marmeladenfleck abbekommen. Erneutes Umziehen, Bus verpassen, zu spät kommen und schlechte Laune für den Rest des Tages sind die Folge. Warum dass so ist? Zum einen, weil wir am Wochenende gerne unsere innere Uhr vollkommen durcheinander bringen. Wer am Samstag feiern geht und die Nacht zum Tag macht, stellt seinen Körper vor eine große Herausforderung. Die Nacht von Sonntag auf Montag ist dann in der Regel nicht wirklich erholsam, sondern eher ein hin und her wälzen. Am Montagmorgen fühlen wir uns dann so, als hätten wir einen Jetlag. Ein durcheinander geratener Schlafrhythmus ist also ein Grund für den gefürchteten Montagsblues.

Eine weitere mögliche Ursache für den Montagsblues sehen Forscher in unserem Immunsystem. Dieses arbeitet von Montag bis Freitag auf Hochtouren. Kein Wunder, dass es irgendwann auch mal schlapp macht und sich ausruhen möchte. Leider tut es dies gerade am Wochenende, und erreicht seinen Tiefpunkt am Montagmorgen. Aus diesem Grund fühlen wir uns dann besonders schlapp und kränklich. Die meisten Krankschreibungen werden deshalb übrigens auch Montags ausgestellt. Wie man diesem Phänomen entgegenwirken kann, haben Forscher leider noch nicht herausgefunden.

5 Tipps gegen den Montagsblues: So kannst du den Montagsfrust vermeiden

Am Sonntagabend beginnt bei vielen Arbeitnehmern bereits die schlechte Laune. Zu groß ist der Frust, dass das Wochenende wieder viel zu schnell vorbei ist. Und Zeit zum Entspannen hatte man auch nicht. Gerade Azubis, die das Wochenende damit verbracht haben für eine Prüfung zu lernen, kennen dieses Gefühl. Noch nicht richtig ausgeruht geht es schon in die nächste stressige Arbeitswoche. Doch die Art und Weise, wie wir in die neue Woche starten, hängt ganz von uns selbst ab. Hier ein paar Tipps gegen den Montagsblues, denn so ein Wochenstart kann auch eine schöne Sache sein. So kannst du den Montagsfrust vermeiden:

1. Tipp gegen den Montagsblues: Starte entspannt in den Tag

Damit du vollkommen gelassen und entspannt in die stressige Arbeitswoche starten kannst, empfehlen wir dir, am Montag ein wenig früher aufzustehen als sonst. Nimm dir Zeit, um in Ruhe ein ausgewogenes Frühstück zu dir zu nehmen, entspannt eine Tasse Kaffee zu trinken, und im Idealfall noch ein paar Dehnübungen am offenen Fenster zu machen. Letzteres sorgt dafür, dass du deinen Kreislauf ankurbelst und fit und besser gelaunt in den Tag startest. Ebenfalls eine gute Idee: Ein kurze kalte Dusche. Das macht sofort hellwach! Wer dies einplanen kann sollte Montags auch eine Station früher aussteigen oder das Auto nicht direkt auf dem Betriebsgelände parken. Ein kleiner Spaziergang sorgt nämlich dafür, dass unser Körper besser durchblutet wird und wir am Montag konzentrierter arbeiten können.

2. Tipp gegen den Montagsblues: Halte den Schlaf-Wach-Rhythmus konstant

Wer sich mit dem Klingeln des Weckers wie gerädert aus dem Bett quälen muss, sollte darauf achten, seinen Schlaf-Wach-Rhythmus am Wochenende nicht zu sehr durcheinander zu bringen. Im Idealfall ähneln sich die Zeiten, in denen du Schlafen gehst und wieder aufstehst denen unter der Woche. So muss sich der Körper nicht immer wieder umgewöhnen und jeden Montag aufs Neue mit der Umstellung fertig werden. Wer am Wochenende 1-2 Stunden später schlafen geht und später aufsteht, hält diese Umstellung noch in Grenzen. Aber Bedenke: Wer die Nacht zum Tag macht, wird auch in der Nacht von Sonntag auf Montag keinen erholsamen Schlaf bekommen, weil der Körper sich erst noch darauf einpendeln muss.

3. Tipp gegen den Montagsblues: Bereite den Montag vor

Idealerweise erledigst du bereits am Freitag alle Aufgaben, auf die du am Montag keine Lust hast. Erstelle dir auch dann schon eine To-Do-Liste für den kommenden Montag, auf die du nur Aufgaben schreibst, die dir Spaß machen. Bist du damit fertig, überlegst du dir Aufgaben, die dir vielleicht nicht so großen Spaß machen, dafür aber leicht zu erledigen sind. Denn Montags passieren statistisch gesehen die meisten Fehler bei der Arbeit. Suche dir also Aufgaben wie Ablage, Kopien anfertigen, oder ähnliche Arbeiten, bei denen das Risiko einen Fehler zu machen besonders niedrig ist. Frage auch deinen Ausbilder, ob dieser dir weitere solcher Aufgaben für den Montag geben kann. Sind die Aufgaben für den Montag vorbereitet, kannst du diesem Tag ganz entspannt entgegen sehen.

4. Tipp gegen den Montagsblues: Mache dir den Montag schön

Was die Aufgaben in deinem Ausbildungsbetrieb angeht, hast du dir den Montag bereits relativ angenehm gestaltet. Nun gilt es, auch alle anderen Rahmenbedingungen so angenehm wie möglich zu machen. Bring dir dazu zum Beispiel ein besonders leckeres Mittagessen mit und gönn dir am Nachmittag ein Stück deiner Lieblingsschokolade. Auf dem Arbeitsweg kannst du deine Lieblingsmusik hören. Anstatt ein unbequemes Outfit zu tragen solltest du am Montag auf etwas bequemeres zurückgreifen. Um dem Montagsfrust zu entgehen gibt es viele Möglichkeiten. Werde kreativ und überlege dir, mit welchen kleinen Hilfsmitteln und Tricks du dir deinen Montag versüßen kannst. Hier noch ein kleiner Extra-Tipp: Plane etwas Schönes für deinen Feierabend. Montags sind zum Beispiel die Eintrittspreise im Kino besonders günstig. Wer sich auf den Feierabend freuen kann und sich für den Montagabend etwas vorgenommen hat, übersteht diesen Tag auch ohne Montagsblues.

5. Tipp gegen den Montagsblues: Setze dich nicht unter Druck

Die meisten Arbeitnehmer sind Montags nicht so produktiv wie an anderen Tagen. Auch wenn du in deiner Ausbildung jeden Tag dein Bestes geben willst, solltest du dich nicht allzu sehr unter Druck setzen. Es ist normal und vollkommen in Ordnung, wenn du am Montag morgen noch nicht auf 100% deiner eigenen Leistungsfähigkeit zugreifen kannst. Das geht deinen Kollegen auch so. Wenn du dir deinen Wochenstart so angenehm wie möglich gestaltest und unsere bisherigen Tipps gegen den Montagsblues befolgst, wird die nötige Energie und Produktivität schon von ganz allein kommen. Gehe den Beginn der Arbeitswoche entspannt an. Am besten geht dies, wenn du einfach lächelst. Denn damit signalisierst du deinem Gehirn, dass du gute Laune hast. Automatisch sendet dieses dann Glückshormone aus. Und mit einem netten Lächeln wirst du bestimmt auch deine Kollegen anstecken können. Damit hast du schon einmal für gute Laune in deinem Ausbildungsbetrieb gesorgt. Und gemeinsam kann man den Montagsfrust sowieso am besten besiegen!
Von Jana Fast

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