Allgemeine Infos zur Ausbildungsvergütung


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Der Beginn einer Ausbildung ist gleichzeitig der Beginn des Berufslebens. Vieles muss dabei beachtet werden. Informationen zu den Sozialabgaben, sowie alles was man über Tarifverträge wissen muss, findest du bereits in den entsprechenden Artikeln. Hier geht es um allgemeine Informationen rund um die Ausbildungsvergütung. Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto? Steht einem Azubi Weihnachtsgeld zu? Und welche weiteren Regelungen gibt es zum Azubi-Gehalt? Hier findest du die Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema Ausbildungsvergütung.

Informationen zur Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach der Branche, in der du deine Ausbildung machst. Sie richtet sich nicht nach dem Ausbildungsberuf. Beispiel: Du machst eine Ausbildung zum/zur Bürokaufmann/-frau. Genauso wie ein Bekannter von dir. Du bist Azubi in einem Versicherungsunternehmen, dein Bekannter in der Gastronomie. Dann ist die Ausbildungsvergütung bei euch beiden unterschiedlich hoch, da ihr in verschiedenen Branchen arbeitet.

Gleiches gilt, wenn ein großes Unternehmen in mehreren Berufen ausbildet. Da alle Azubis des Unternehmens eine Ausbildung in der gleichen Branche machen, verdienen diese, trotz unterschiedlicher Ausbildungsberufe, ungefähr das gleiche.

Allgemeine Infos

Die Höhe der Vergütung richtet sich auch danach, in welchem Bundesland du deine Ausbildung machst. Die unterschiedlichen Bundesländer haben unterschiedliche tarifliche Regelungen zur Vergütung. Eine Ausbildungsvergütung kann, muss aber nicht, bei einer Verkürzung der Ausbildung frühzeitig erhöht werden. Das hängt ganz davon ab, was in deinem Ausbildungsbetrieb üblich ist. Einmal im Jahr, so ist es gesetzlich geregelt, muss deine Ausbildungsvergütung erhöht werden. So verdienst du im Laufe deiner Ausbildung immer mehr. Weihnachts- oder Urlaubsgeld wird von vielen Ausbildungsbetrieben gezahlt, jedoch gibt es zu diesem Thema keine gesetzlichen Regelungen. Dein Trinkgeld darfst du, sofern es kein offizielles Verbot von deinem Chef gibt, generell behalten.

Brutto oder Netto?

Die Höhe deiner Ausbildungsvergütung ist in deinem Ausbildungsvertrag in Brutto angegeben. Dass bedeutet: Wenn du monatlich mehr als 325 Euro Brutto verdienst, kommen Abzüge wie Sozialabgaben und die Lohnsteuer dazu. Nachdem diese abgezogen wurden, ist das was übrig bleibt, dein Netto-Gehalt.

Die Überstunden

Wenn du ab und an länger bleiben musst, machst du Überstunden. Diese müssen entsprechend entlohnt werden. Eine Möglichkeit der Entlohnung ist, diese auf dein Gehalt zu rechnen. Eine andere Möglichkeit ist der Freizeitausgleich.

Beispiel: Du hast im Monat 12 Überstunden gemacht. Das entspricht einer Arbeitszeit von anderthalb Tagen. So lange kannst du dann zu Hause bleiben.

Ob deine Überstunden bezahlt werden oder du einen Freizeitausgleich bekommst entscheidet dein Ausbildungsbetrieb. Auch hierzu gibt es keine gesetzlichen Regelungen.

Die Lohnfortzahlung

Eine Lohnfortzahlung meint das Weiterzahlen deiner Ausbildungsvergütung, auch wenn du für eine längere Zeit krankgeschrieben bist. Dein reguläres Gehalt steht dir sechs Wochen lang zu. Erst wenn du länger als sechs Wochen krankgeschrieben bist bekommst du Krankengeld. Dieses beträgt 70 % deines Brutto-Gehaltes.

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