Ausbildung geschafft! So geht es weiter


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Das Ende der Ausbildungszeit ist in Sicht und Du fragst Dich, wie es weitergehen soll? Du weißt nicht, welche Möglichkeiten Dir nun offen stehen?

Zuallererst sollte geklärt werden, ob eine Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb möglich ist. Diese kann frühestens sechs Monate vor Ausbildungsende getroffen werden und sollte unbedingt schriftlich fixiert werden. Es besteht die Möglichkeit, einen befristeten oder einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu erhalten. In jedem Fall ist eine Übernahme etwas, das sich im Lebenslauf sehr gut macht und dass die ersten finanziellen Erfolge nach der Ausbildung bereithält. Allerdings besteht auch das Risiko, für Kollegen weiterhin nur „Auszubildender“ zu bleiben. Wer nicht übernommen wird, sollte sich so früh wie möglich um eine Alternative bemühen. Hierbei hilft die Agentur für Arbeit. Wer übrigens nach dem erfolgreichen Bestehen der Abschlussprüfung einfach in seinem Ausbildungsbetrieb weiterarbeitet, hat juristisch gesehen automatisch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Generell hat man nach Abschluss der Ausbildung drei Möglichkeiten, um seine weitere Karriere zu planen. Die erste Möglichkeit ist, nach dem Abschluss der Ausbildung direkt in den Beruf einzusteigen, egal ob im Ausbildungsbetrieb oder in einem anderen Unternehmen. Wer nicht übernommen wird, sollte spätestens drei Monate vor Ausbildungsende zur Agentur für Arbeit gehen, um keine Nachteile zu bekommen. Hier wird man beraten und weitere Möglichkeiten können entwickelt werden. Wer eine neue Anstellung sucht, bekommt hier Stellenangebote, auf die er sich bewerben kann. Für Vorstellungsgespräche oder andere Auswahlverfahren muss der Betrieb den Auszubildenden freistellen. Der Vorteil im direkten Berufseinstieg liegt nicht nur finanziell auf der Hand, sondern man erlangt gleich direkt Berufserfahrung. Diese ist für viele weitere Abschlüsse, wie etwa die Meisterschule, essentiell.

Wem das Lernen während der Ausbildung Freude bereitet hat oder wer sich gerne weiter spezialisieren möchte, für den bietet sich eine vertiefende Ausbildung an. Hier kann man sich weiter qualifizieren, um dann später bessere Berufsaussichten zu haben oder genau dort arbeiten zu können, wo man es sich immer gewünscht hat. Neben Vollzeitausbildungen sind auch berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen möglich. Langfristig sollte sich jeder Arbeitnehmer daran gewöhnen, dass regelmäßige Fortbildungen unabdinglich sind und man ohne sie schnell an Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt verliert.

Für diejenigen, die noch höher hinaus wollen, besteht nach der Ausbildung die Möglichkeit, ein aufbauendes Studium zu absolvieren. Hierdurch können langfristig größere Karrierechancen entstehen und Führungspositionen erreicht werden, was sich auch finanziell niederschlägt. Ob das Studium dann hauptberuflich oder nebenher als Abend- oder Fernstudium betrieben wird, hängt vom individuellen Ehrgeiz und der Belastbarkeit ab. Egal, wofür man sich entscheidet, die anderen Möglichkeiten sind dadurch nicht ausgeschlossen.

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