Ausbildung trotz schlechter Noten


© Yuri Arcurs / shutterstock.com
Den Schulabschluss gerade so mit Biegen und Brechen geschafft? Keine guten Noten im Abschlusszeugnis und nun auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz? Schlechte Noten müssen kein Beinbruch sein und der Suche nach einer Ausbildung im Wege stehen.

Denn neben den schulischen Leistungen kommt es auf die sogenannten Soft Skills an. Wer diese gekonnt einsetzt, hat trotz schlechter Noten gute Aussichten auf einen Ausbildungsplatz. Betriebe interessieren sich nämlich vor allem für das berufliche Potential ihres Bewerbers.

Mathe 5, Deutsch 3 und in Englisch eine 4? Das sieht erstmal nicht so toll aus. Das muss aber nicht heißen, dass die Zukunftsperspektiven nicht rosig sein können. Denn Betriebe achten bei der Bewerbung zwar auch auf die Schulnoten, insgesamt kommt es ihnen aber auf das Potential des Bewerbers an.

Wer eine ansprechende Bewerbung vorweist, die die eigenen Interessen und das Können überzeugend kommuniziert, der kann trotz schlechter Noten beim Personalchef punkten. In vielen Berufen sind zudem praktische Fähigkeiten gefragt, die nichts mit den schulischen Anforderungen zu haben. Es lohnt sich also, sich nicht von den eigenen schlechten Noten einschüchtern zu lassen, sondern selbstbewusst aufzutreten. Dann klappt es auch mit dem Ausbildungsplatz.

Mit Soft Skills punkten

Wer ein schlechtes Schulzeugnis hat, kann die Defizite in einer Bewerbung oder im Bewerbungsgespräch mit den sog. Soft Skills ausgleichen. Zu den Soft Skills gehören Kompetenzen, die der Bewerber jenseits seiner schulischen Bildung mitbringt.

Es handelt sich also um persönliche Eigenschaften, die als Schlüsselkompetenzen überaus wichtig für den Ausbildungsberuf sein können. Zu diesen Eigenschaften gehören ein freundliches Auftreten, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Fleiß und Engagement. Aber auch Kommunikationsstärke und Organisationstalent sind Eigenschaften, mit denen sich eine 5 in Mathe ausradieren lässt. Denn was für den Betreib zählt sind keine Noten, sondern der ganze Mensch.

Um den ganzen Menschen unter die Lupe nehmen zu können, werden im Bewerbungsverfahren Assessment-Center eingesetzt. Hier werden in Gruppenarbeiten und Präsentationen sowohl das Verhalten, als auch die praktischen Kompetenzen des Bewerbers ermittelt.

Es besteht dennoch die Möglichkeit, bereits in der schriftlichen Bewerbung mit Soft Skills zu überzeugen. Dies kann z.B. über den Verweis auf ehrenamtliches Engagement geschehen, welches den Personalchef gewiss nicht unbeeindruckt lässt. Denn ehrenamtliches Engagement bezeugt die eigene Bereitschaft, sich selbst in die Gesellschaft gestaltend einzubringen. Soft Skills sind also wesentliche Merkmale, auf die ein Betrieb bei seinen Mitarbeitern nicht verzichten kann, wenn er erfolgreich sein will.