Ausbildungsstart – Das müssen Azubis wissen


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Der Übergang von der Schulzeit in das Berufsleben bringt viele Veränderungen mit sich. Es gibt so viel, was man vor dem Start der Ausbildung beachten und organisieren muss. Damit du einen Überblick darüber bekommst, was du für deinen Ausbildungsbeginn alles vorbereiten musst, haben wir hier eine Checkliste für dich zusammengetragen. Beginne so früh wie möglich damit, deinen Berufseinstieg vorzubereiten, denn so ersparst du dir in den ersten Wochen deiner Ausbildung jede Menge Stress. Die ersten Tage als Lehrling sind ja ohnehin schon aufregend genug. Neue Umgebung, neue Menschen und ganz neue Aufgaben kommen auf dich zu. Erfahre hier, was du für den Start der Ausbildung wissen und organisieren musst. Für einen gelungenen und stressfreien Berufseinstieg.

Checkliste Ausbildungsstart:

Ein Konto eröffnen

Solltest du bisher noch nicht gearbeitet haben und noch über kein Girokonto verfügen, dann ist es jetzt an der Zeit, dir eins zuzulegen. Es gibt Banken, die bieten für Azubis die kostenfreie Eröffnung eines neuen Kontos an. Die Zahlung von Kontoführungsgebühren entfällt dann ebenfalls. Lass dich also zu diesem Thema beraten. Da man als Lehrling ohnehin kein Geld zu verschenken hat, solltest du bei der Eröffnung des Girokontos darauf achten, dass für das Konto keine Kosten anfallen. Am besten, du lässt dich mal bei der ein oder anderen Bank beraten. Diesen Punkt solltest du etwa zwei Monate vor Ausbildungsbeginn angehen, da die Eröffnung eines Kontos Wochen dauern kann. Dein Ausbildungsbetrieb möchte aber vermutlich bereits am ersten Tag der Ausbildung eine Kontonummer von dir erfahren. Schließlich müssen Sie die Überweisung deiner Ausbildungsvergütung im System hinterlegen.

Eine Krankenversicherung abschließen

Als Schüler oder Student unter 25 Jahren bist du automatisch bei deinen Eltern mitversichert. Sobald du aber ins Berufsleben startest, musst du dich selbst versichern. Dafür meldest du dich einfach bei der Krankenkasse deines Vertrauens und gibst an, dass du ein Ausbildungsverhältnis beginnst. Häufig meldet sich die Krankenkasse, bei der du über deine Eltern versichert bist, von selbst und erkundigt sich nach deinem weiteren Werdegang. Wenn nicht, solltest du dich dort melden. Dein Arbeitgeber benötigt nämlich bei Ausbildungsbeginn einen Nachweis, dass du über eine Krankenversicherung verfügst.

Eine Steueridentifikationsnummer beantragen

Wenn du schon einmal einen Nebenjob hattest, dann verfügst du vermutlich auch schon über eine Steueridentifikationsnummer. Wenn nicht, musst du diese beantragen. Dies geht ganz einfach über die Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern. Diese Nummer brauchst du, oder vielmehr dein Ausbildungsbetrieb, gleich zu Beginn deiner Lehre. Beantrage die Nummer also frühzeitig, denn sie wird dir per Post geschickt, was auch einige Tage dauern kann.

Der Sozialversicherungsausweis

Einen Sozialversicherungsausweis benötigst du, damit man von deinem Konto solche Dinge wie eine Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung, aber auch eine Pflege- und Unfallversicherung abziehen kann. Jeder Azubi benötigt bei seinem Ausbildungsbeginn so einen Sozialversicherungsausweis. Diesen bekommst du bei deiner Krankenkasse. Die meisten Kassen haben auf ihrer Homepage ein Antragsformular für den Sozialversicherungsausweis. Diesen musst du einfach nur ausfüllen und abschicken. Da die Bearbeitungszeit manchmal etwas länger dauern kann, solltest du dich am besten ein paar Monate vor dem Start der Ausbildung darum kümmern.

Die Haftpflichtversicherung beantragen

Viele Auszubildende sind während der Lehre über ihre Eltern mitversichert. Manchmal aber auch nicht. Erkundige dich, wie es um die Haftpflichtversicherung deiner Eltern bestellt ist und ob du zum Ausbildungsstart eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen müsstest. Denn mit Eintritt ins Berufsleben machst du dich für Schäden, die du im Unternehmen anrichtest, selbst haftbar. Aus diesem Grund benötigst du unbedingt den Schutz einer Haftpflichtversicherung.

Erkundige dich über vermögenswirksame Leistungen


Vermögens was? Vermögenswirksame Leistungen sind staatlich geförderte Sparzulagen. Viele Arbeitgeber zahlen diese, weil dies in einem Tarifvertrag so vereinbart wurde. Erkundige dich, ob in deinem Ausbildungsbetrieb auch vermögenswirksame Leistungen gezahlt werden. Dies brauchst du zwar nicht im Vorfeld zu tun, allerdings wäre es gut, wenn du das in den ersten Tagen nach Ausbildungsbeginn in Erfahrung bringen würdest. Denn dann kannst du damit anfangen dir Gedanken zu machen, wie du diese Beiträge anlegen möchtest. Soll alles in die Altersvorsorge, in einen Bausparvertrag oder in andere Sparverträge? Lass dich am besten von deinem Bankberater zu diesem Thema beraten.

Eine ärztliche Untersuchung abschließen

Du bist bei Ausbildungsbeginn noch nicht volljährig? Dann schreibt das Jugendschutzgesetz vor, dass du dich vor Beginn der Ausbildung von einem Arzt untersuchen lassen musst. Dieser soll dir dann bescheinigen, dass du fit genug bist um eine Ausbildung anzutreten. Dies ist natürlich besonders für körperlich anstrengende Tätigkeiten in der Industrie wichtig, nichtsdestotrotz gilt das Jugendschutzgesetz für alle Azubis. Keine Sorge, die Kosten für die ärztliche Untersuchung bei Ausbildungsbeginn trägst du nicht selbst. Achte darauf, dass deine Bescheinigung nicht älter als 14 Monate ist, denn dann müsstest du bei deinem Start in die Ausbildung eine neue, aktuellere Version vorlegen. Nach einem Jahr wiederholst du die Untersuchung. Vergiss dies bloß nicht, denn auch die Nachuntersuchung ist Pflicht in Deutschland. Dein Ausbildungsbetrieb wird dich in der Regel aber auch daran erinnern.

Du siehst also, es gibt noch einiges zu erledigen. Drucke dir diese Checkliste einfach aus beginne damit, die einzelnen Punkte Schritt für Schritt anzugehen und abzuhacken. Dann bist du für den Start in die Ausbildung bestens vorbereitet! Wir wünschen dir einen tollen Ausbildungsbeginn und viel Erfolg für deine berufliche Karriere!

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