Azubis: Raus aus der Komfortzone!


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Ein Azubi hat es nicht einfach: Neues Umfeld, neue Aufgaben, ein neuer Tagesablauf, neue Menschen. Kurz: ganz viel unbekanntes Terrain. Das kann einen ganz schön einschüchtern. Es gibt kaum einen anderen Lebensabschnitt, in dem man seine eigene Komfortzone so häufig verlassen muss, wie während einer Ausbildung.

In der Zeit als Auszubildender warten täglich neue Herausforderungen auf dich. Es müssen Telefonate geführt werden, Präsentationen gehalten werden, und während eines Meetings müsste man sich auch einbringen. Wenn man sich trauen würde. Diese Dinge erfordern für Berufsunerfahrene viel Mut. Täglich müssen Grenzen überschritten werden. Über den eigenen Schatten zu springen macht keinen Spaß. Warum du es trotzdem tun solltest, erfährst du hier.

Die Komfortzone

Es gibt Lebensbereiche, in denen wir uns wohlfühlen. Zum Beispiel auf dem heimischen Sofa. Andererseits gibt es auch Lebensbereiche, in denen wir uns aufgrund mangelnder Erfahrung, unwohl fühlen. Wie beispielsweise bei einem Geschäftsessen. Diese Dinge befinden sich außerhalb unserer Komfortzone. Dieser Bereich ist bei jedem Menschen unterschiedlich groß. Manchen macht es nichts aus, diese zu verlassen. Andere haben Angst davor. Leider gibt es ein Sprichwort, welches besagt, das Leben fange erst außerhalb der Komfortzone an.

Die Angst vor dem Unbekannten und dem Neuen hat früher unser Überleben gesichert. Heute ist das im sicheren Umfeld unseres Ausbildungsbetriebes nicht notwendig. Trotzdem können wir das unangenehme Gefühl nicht einfach abschalten. Doch Besserung ist in Sicht: Je häufiger du während der Ausbildung deine Komfortzone verlässt, desto leichter wird es dir im Laufe deines Berufslebens fallen.

Wenn man irgendwo neu ist, muss man sich mit den Abläufen erst vertraut machen. Wie leiste ich einen Wortbeitrag während eines Meetings? Wie führe ich ein Verhandlungsgespräch oder Telefoniere mit einem wichtigen Kunden? All das sind zunächst Dinge, die dir Bauchschmerzen bereiten werden. Doch mit nur etwas Überwindung wirst du auch diese Herausforderungen meistern können.

Raus aus der Komfortzone

Sich vor unbekannten Aufgaben zu drücken kommt nicht nur beim Ausbildungsleiter nicht so gut an. Auch deine eigene Entwicklung setzt du damit auf Stillstand. Überleg dir einmal, wie ein Leben aussehen würde, das nur innerhalb einer Komfortzone gelebt wird. Darin gibt es nämlich keine neuen Erfahrungen, keine Erfolgserlebnisse, keine Abenteuer und vor allem: Keine Weiterentwicklung.

Doch um diese Zone zu verlassen, bedarf es jede Menge Mut und Willensstärke. Nur so können Grenzen überschritten werden und Chancen genutzt werden. Dein Ausbildungsleiter wird diesen Mut anerkennen und deine Bereitschaft zur Weiterentwicklung wertschätzen.

Hier sind einige weitere Vorteile, die das Verlassen der Komfortzone mit sich bringen:

- Du sammelst neue Erfahrungen
- Du bekommst mehr Selbstbewusstsein
- Du wirst sicherer im Berufsleben
- Du erweiterst deinen Horizont
- Du machst Erfolgserlebnisse
- Du überwindest deine Sorgen und Ängste

Setze dich mit deinen Ängsten auseinander. Warum macht es dich nervös, wenn du vor Kollegen sprichst? Warum fühlst du dich unsicher, wenn du mit einem Kunden telefonieren sollst? Sind die Ursachen mangelnde Erfahrung? Dann kannst du sicher sein, dass es jeden Tag ein bisschen besser wird, da du jeden Tag deine Komfortzone verlässt.

Gerade die Zeit als Azubi ist eine wichtiges Kapitel in deinem Leben. Hier entwickelst du nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern wächst auch als Mensch. Mit jedem Tag, an dem du über deinen Schatten springen musst, stärkst du deine Persönlichkeit. Wachstum findet nur außerhalb der Komfortzone statt. Das gilt sowohl für deine berufliche Entwicklung, als auch für deine persönliche.

Tipps zum Verlassen deiner Komfortzone

Frage dich: Was ist das schlimmste, was passieren könnte?

Du hast Angst davor ein Meeting zu leiten? Etwas zu präsentieren oder ein Telefonat zu führen? Dann stell dir die Situation genau vor. Was ist das schlimmste, was passieren könnte? Wird dich jemand auslachen? Wirst du eine Frage nicht beantworten können? Oder kann es sein, dass du ins stottern kommst? Wäre das wirklich so schlimm? Oder kannst du im Nachhinein darüber lachen? Wenn man sich erstmal darüber im Klaren ist, dass bei einem kleinen Missgeschick die Welt nicht untergeht, nimmt man die Situation hoffentlich etwas lockerer.

Frage dich: Wie werde ich mich danach fühlen?


Was meinst du, wie es dir gehen wird, wenn du deinen ganzen Mut zusammengenommen hast und dich dazu überwindest, deine Komfortzone zu verlassen? Du wirst stolz auf dich sein, dich mutig fühlen und einfach glücklich sein, dass du es geschafft hast. Ist das nicht ein schönes Gefühl? Je schneller du dich überwindest, desto schneller kannst du dich wieder gut fühlen.

Frage dich: Wie kann ich mich dazu motivieren, meine Komfortzone zu verlassen


Bei vielen hilft es, sich eine Belohnung zu überlegen. Schließlich ist das Überwinden der eigenen Schüchternheit und das Verlassen der Komfortzone ein großer und schwieriger Schritt. Für den Mut darfst du dich ruhig belohnen. Ein Kinoabend, ein Schaumbad oder der Besuch eines Konzertes? Was auch immer deine Motivation in Gang bringt, ist erlaubt.

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