Das Recht auf Gleichbehandlung


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Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) regelt, dass Menschen nicht wegen ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder Weltanschauung, sowie aufgrund von Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität, diskriminiert werden dürfen.

Dieses Recht gilt natürlich sowohl allgemein, als auch für die Berufswelt. So ist zum Beispiel das Gesetz dafür verantwortlich, dass es unzulässig ist, während eines Vorstellungsgespräches nach der Religionszugehörigkeit zu fragen oder ob eine baldige Mutterschaft geplant ist. Da es immer schwierig erscheint, eine Antwort zu verweigern, hat man somit das "Recht zur Lüge". Für diese Lüge gibt es bei einer Einstellung keine rechtlichen Konsequenzen, d.h. sie darf nicht als Täuschung ausgelegt werden.

In der Ausbildung ist es rechtswidrig, Angestellte oder Mitarbeiter wegen der oben genannten Gründe zu diskriminieren. Sollte ein Auszubildender trotzdem wegen einem der Punkte benachteiligt oder belästigt werden, ist es wichtig Beweise, zu sichern, Situationen zu dokumentieren und sich an eine Vertrauensperson oder den Ausbildungsbetreuer zu wenden.

Auch der Personal- oder Betriebsrat können in so einer Situation als schlichtende Instanz eingeschaltet werden. Eine gute Maßnahme könnte in einer Firma der Aushang des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes sein. So wird jeder Mitarbeiter täglich daran erinnert.

Die Person, die andere diskriminiert, muss, je nach der Schwere der Diskriminierung, mit negativen Sanktionen rechnen: Abmahnung, Versetzung oder schlimmstenfalls Kündigung.

In jedem Fall ist es wichtig, nicht zu schweigen und Benachteiligungen nicht auszuhalten, sondern den Mund aufzumachen, da sich nur so etwas an der Situation ändern kann.

Mehr Informationen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gibt es hier: http://www.gesetze-im-internet.de/agg/index.html