Die Altersvorsorge für Auszubildende


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Der frühe Vogel fängt den Wurm. Sich um eine Altersvorsorge zu kümmern, ist ein äußerst wichtiger Schritt, den die meisten Berufseinsteiger lange hinauszögern. Dabei profitieren diejenigen am meisten, die sich besonders früh mit dem Thema Altersvorsorge auseinandersetzen. Je eher du damit beginnst, desto mehr hast du im Alter davon. Logisch, oder? 

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Möglichkeiten, seine Altersvorsorge während der Ausbildung zu organisieren. Von der privaten bis zur gesetzlichen Altersvorsorge ist alles dabei.

Die Gesetzliche Rente

Diese Form der Altersvorsorge ist, wie der Name bereits vermuten lässt, gesetzlich vorgeschrieben. Jeden Monat wird von deiner Ausbildungsvergütung ein Teil abgezogen. Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung beläuft sich auf 19,9% deines Brutto-Gehaltes. Davon zahlt dein Ausbildungsbetrieb die Hälfte und die Hälfte wird von deiner Ausbildungsvergütung automatisch abgezogen. Jedoch nur, wenn diese höher als 325 Euro monatlich ist. In dem Fall zahlt nur der Arbeitgeber in deine Rentenkasse ein.

Die gesetzliche Rente allein wird im Alter aber nicht reichen, um einen Lebensstandard, wie du ihn kennst und an den du dich gewöhnt hast, halten zu können. Deshalb solltest du dich zusätzlich immer über weitere Möglichkeiten informieren.

Die Riester-Rente

Da die gesetzliche Rente eher als Grundabsicherung dient, gibt es zusätzliche zur privaten Altersvorsorge auch noch die Riester-Rente. Ein Grund, warum die Riester-Rente, auch bei Azubis, immer beliebter wird: Die staatlichen Zuschüsse. Bei dieser Rente zahlst du 4% deines Brutto-Gehaltes ein. Je nach Förderstufe kannst du dabei bis zu 154 Euro an staatlichen Zuschüssen bekommen. Azubis, die unter 25 Jahre alt sind, bekommen eine einmalige Prämie von 200 Euro. Und wer später einmal eine Familie gründen will bekommt für jedes Kind weitere Zuschüsse. 

Diese hat einen entscheidenden Vorteil: Ist man im Laufe seines Lebens einmal Arbeitslos und muss Arbeitslosengeld 2 (oder auch Hartz vier) empfangen, bleibt die Rente geschützt. Dass heißt, der Staat kann nicht das angesparte Geld, dass ja eigentlich für die Rente gedacht ist, benutzen, um Sozialleistungen für dich zu zahlen. So bleibt deine Rente sicher, egal, in welche berufliche Situation du einmal kommst.

Die Private Altersvorsorge

Bei der privaten Altersvorsorge zahlst du alle Beiträge alleine. Zuschüsse vom Staat oder auch vom Ausbildungsbetrieb gibt es nicht. Diese Form der Altersvorsorge lohnt sich für dich während der Ausbildung nur dann, wenn du ein relativ hohes Gehalt bekommst. Bei Abschluss des Vertrages zur privaten Altersvorsorge fallen dazu auch noch Gebühren an. Am besten eignen sich für Azubis Fondsparpläne, da man bei diesen relativ flexibel ist und es diese schon für wenig Geld gibt. Hierüber kannst du dich bei deiner Bank erkundigen.

Die Betriebliche Altersvorsorge

Sofern nicht in einem Tarifvertrag ausgeschlossen, hat zunächst jeder Arbeitnehmer, und damit auch jeder Azubi, das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge. Es gibt fünf Arten der betrieblichen Rente: Pensionsfonds, Pensionskasse, Direkt- und Pensionszusage, Unterstützungskasse,und die Direktversicherung. Je nach Art der betrieblichen Altersvorsorge zahlt dein Ausbildungsbetrieb die Beiträge allein oder übernimmt einen Teil davon. In manchen Fällen zahlst auch du Beiträge, bekommst aber dafür eine staatliche Förderung. 

Frage in deinem Ausbildungsbetrieb nach, welche Form der betrieblichen Altersvorsorge dieser anbietet. Lass dich dazu beraten und wähle dann die für dich passende betriebliche Altersvorsorge aus.

Fazit

Der Start ins Berufsleben ist mit vielen wichtigen Entscheidungen verknüpft. Welchen Beruf möchte man erlernen? Welchen Betrieb sucht man sich dafür aus? Möchte man einer Gewerkschaft beitreten? Mit dem Beginn der Ausbildung ergeben sich dazu noch weitere Fragen und Entscheidungen. Eine besonders wichtige Entscheidung ist die der Altersvorsorge. Man kann damit nie früh genug anfangen. Deshalb sollten sich Auszubildende möglichst zu Beginn Ihrer Ausbildung mit diesem Thema auseinandersetzen.

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