Frauen an die Macht - wie Frau sich durch die Ausbildung schlägt


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Man glaubt es kaum, aber auch heute noch werden Frauen im Beruf immer benachteiligt. Weniger Lohn, weniger Urlaub aber dafür umso mehr Überstunden gehören für die meisten erwerbstätigen Frauen zur bitteren Realität im Beruf. Die Benachteiligung von Frauen im Berufsleben hat an Aktualität nichts eingebüßt und sie fängt bereits in der Ausbildung an.

Wie junge Frauen sich gegen diese Missstände wehren können

Frauen sind gegenüber ihren männlichen Kollegen nach wie vor im Nachteil. Wie jetzt eine Studie belegt, müssen Frauen in sogenannten Frauenberufen immer noch eine schlechtere Bezahlung, Überstunden und weniger Urlaub hinnehmen. Die Benachteiligung von Frauen im Beruf beginnt bereits in der Ausbildung. Schon während der Ausbildung müssen Frauen gegenüber Männern wesentlich schlechtere Arbeitsbedingungen in Kauf nehmen. Frauen, die Benachteiligungen ausgesetzt sind, sollten sich dagegen wehren. Dabei ist das Problem ein strukturelles: Sogenannte Frauenberufe werden von der Gesellschaft weniger honoriert als vergleichbare Männerberufe. Dabei leisten die Frauen als medizinische Fachangestellte, Friseurin oder Sekretärin einiges und müssen dafür auch noch eine schlechtere Bezahlung hinnehmen.

Viele Unternehmen versuchen betriebsintern auf diese Missstände zu reagieren, indem sie gezielt Frauen in ihrem Betrieb fördern und integrieren. Um Frauen darüber hinaus die Karrierechancen auf dem Arbeitsmarkt zu erleichtern, steht seit geraumer Zeit die Einführung der sog. Frauenquote in der öffentlichen Diskussion, die einige Unternehmen für sich bereits umgesetzt haben.

Was tun bei Benachteiligungen im Betrieb

Sind Frauen gegenüber ihren männlichen Kollegen im eigenen Betrieb benachteiligt, sollten sich diese gegen die Benachteiligung wehren. Dies kann in einem Gespräch mit dem Personalchef oder dem Betriebsrat geschehen, wo die Missstände offen angesprochen werden sollten. Insbesondere dann, wenn es um die ungleiche Bezahlung von Frauen geht, wird diesen meist unzureichendes Geschick bei den Gehaltsverhandlungen vorgeworfen. Diesen Vorwurf sollten sich Frauen nicht machen lassen, sondern vorgreifen, indem sie offensiv mit ihren Lohnvorstellungen umgehen und diese offen ansprechen.

Auch das Thema "Frauen in Führungspositionen" sollte im Betrieb offen ausdiskutiert werden. Werden Führungspositionen unverhältnismäßig oft an Männer vergeben, so ist dies ein Grund für eine Rüge. Auch junge Auszubildende sollten sich nicht davor scheuen, sich in diese betriebsinternen Diskussionen einzumischen. Idealer Ort für eine solche Auseinandersetzung ist der Betriebsrat, wo sich auch Auszubildende für die Rechte der Mitarbeiter einsetzen können. Auszubildende gestalten dadurch die Zukunft des Betriebes konstruktiv mit und bezeugen damit ihr Interesse an Betriebsabläufen. Die Besetzung einer Spitzenposition in einem Betrieb ist ein wichtiger Aspekt innerhalb der Betriebspolitik, der keinem Auszubildenden egal sein sollte. Meist werden solche Einmischungen von der Betriebsführung positiv bewertet. Ansonsten gilt: keine Angst vor Auseinandersetzungen.

Frauenquote oder Babysitting im Betrieb

Vielen Unternehmen ist mittlerweile aufgegangen, wie wertvoll Frauen für den Erfolg eines Unternehmens sind und setzen ganz bewusst auf das weibliche Potential. Gerade innovative Unternehmen werben damit, insbesondere jungen Frauen die Karrierechancen im Beruf zu erleichtern zu wollen. Neben Angeboten, die Kind und Karriere durch betriebliche Betreuungsangebote in Einklang zu bringen versuchen, denken zahlreiche Unternehmen mittlerweile auch über die Einführung einer freiwilligen Frauenquote nach. Dies soll Unternehmen dazu verpflichten, Frauen in Führungspositionen zu bringen und den Anteil von Frauen in Spitzenpostionen zu erhöhen. Auf gesellschaftspolitischer Ebene spielt hier immer noch die Frage nach der Vereinbarkeit und Familie und Beruf eine Rolle, die nicht betrieblich, sondern politisch gelöst werden muss. Der Ausbau von Kita-Plätzen und dem Betreuungsangebot der unter Dreijährigen ist eine solche Reaktion auf dies Veränderung der arbeitsmarktpolitischen Realität.

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