Sozialabgaben während der Ausbildung


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Während der Ausbildung ist der Auszubildende sozialversicherungspflichtig. Zu den Sozialabgaben gehören die Renten-, Pflege-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung.

Welchen Sinn diese Abgaben haben und wie hoch die Abgaben sind, wird im Folgenden erläutert:

Die Rentenversicherung ist eine Vorsorge für das hohe Alter. Personen, die nach dem 1. Januar 1964 geboren sind, können ab dem 67. Lebensjahr abschlagsfrei in Rente gehen. Die Höhe ist abhängig davon, wie viel und wie lange man in die Rentenkasse eingezahlt hat. Momentan (2013) werden 18,9 % des Bruttoeinkommens abgezogen. Davon müssen Auszubildende die Hälfte bezahlen, also 9,45 %.

Auch die Pflegeversicherung ist eine Vorsorge für das Alter. Wenn man pflegebedürftig wird, so ist man hiermit abgesichert. Zur Zeit (2013) beträgt der Satz 2,05 %. Arbeitnehmer zahlen 1,025 % (im Bundesland Sachsen abweichend 0,525 %).

Mit dem Beginn einer Ausbildung, sind Auszubildenden nicht mehr bei ihren Eltern mitversichert. Deshalb muss eine eigene Krankenversicherung abgeschlossen werden. Diese ist wichtig, wenn man erkrankt. Behandlungs- und Krankenhauskosten aber auch teilweise Medikamente, sowie Krankengeld werden von der Krankenkasse, je nach Fall, übernommen. Insgesamt beträgt der Beitragssatz (2013) 15,5 %, wovon der Auszubildende die Hälfte, plus einen zusätzlichen Eigenanteil von 0,9 Prozent bezahlen muss, also insgesamt 8,2 %.

Zusätzlich gehört eine Arbeitslosenversicherung zu den Sozialabgaben. Wer mindestens 12 Monate in die Kasse eingezahlt hat, hat einen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Aktuell liegt der Beitragssatz bei 3 % - die Hälfte, also 1,5 % sind vom Auszubildenden zu zahlen.

Insgesamt werden dem Auszubildenden 20,175 % Sozialabgaben vom Bruttoeinkommen abgezogen. Das Geld, das übrig bleibt, nennt sich Nettoeinkommen.

Auszubildende, die bis 325 Euro Brutto verdienen, sind von Sozialabgaben befreit. Das bedeutet jedoch nicht, dass für Geringverdienende keine Vorsorgemaßnahmen gelten. Die Beiträge werden in einem solchen Fall von dem Ausbildungsbetrieb übernommen.

Von Regina S.

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