Tipps für die Steuererklärung in der Ausbildung


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Wer als Auszubildender seinen ersten Lohn verdient, kommt zugleich erstmals mit dem Finanzamt in Kontakt. Doch lohnt sich eine Steuererklärung auch für Auszubildende? In der Tat, denn wer als Azubi beim Finanzamt seine Werbungskosten geltend macht, kann viel Geld sparen.

Der Abzug der Steuern erfolgt meist für den Azubi unkompliziert über den Ausbildungsbetrieb, der die abzüglichen Steuern ab einem Einkommen von 856 Euro (Steuerklasse I, ledig)  an das Finanzamt transferiert. So weit, so problemlos. Doch was, wenn der Auszubildende Werbungskosten geltend machen kann? Dann lohnt es sich, sich diese über die Steuererklärung zurückzuholen, vorausgesetzt sie übersteigen den Arbeitnehmerpauschbetrag von derzeit 1000 Euro.

Elektronische Steuer-Identifikationsnummer

Die Lohnsteuerkarte wurde mittlerweile von der elektronischen Version in Form einer Steuer-Identifikationsnummer ersetzt. Diese Identifikationsnummer ist dem Arbeitgeber mit Angaben zum Geburtsdatum und der Religionszugehörigkeit bei Ausbildungsbeginn vorzulegen. Wer seine Steuer-Identifikationsnummer nicht kennt oder verloren hat, kann sich an das Finanzamt wenden oder dieses über die Homepage des Bundeszentralamts für Steuern anfordern.

Absetzbare Werbungskosten

Zu den absetzbaren Werbungskosten zählen Kosten, die sich - im weitesten Sinne - auf Kosten beziehen, die mit der Ausbildung zusammenhängen. Diese sind z.B. Kosten für Schreibmaterialien, Fachliteratur und die Fahrtkosten. Dabei werden die Fahrten zur Ausbildungsstätte mit der sogenannten Entfernungspauschale von 30 Cent pro Entfernungskilometer angerechnet. Bei Fahrten zur Berufsschule lässt sich darüber hinaus auch die Rückfahrt geltend machen.
Berücksichtigt werden bei der Abschreibung von Werbungskosten auch Verpflegungsmehraufwendungen, wie sie beispielsweise in der Berufsschule entstehen. Je nach Schuldauer können hier jeweils 6,12 oder 24 Euro pro Schultag für die Verpflegung geltend gemacht werden.

Unterbringungskosten

Die Eltern von volljährigen Auszubildenden können die Unterbringungskosten für ihre Kinder geltend machen, sofern diese nicht im Elternhaus leben. Der Fiskus unterstützt die auswärtige Unterbringung von Auszubildenden mit einer Pauschale von 924 Euro im Jahr. Diese können dann von den Eltern in der Einkommensteuererklärung angemeldet werden. Darüber hinaus erhalten Eltern, dessen Kinder sich noch in der Ausbildung befinden, weiterhin Kindergeld.

Kranken- und Sozialversicherung

Mit Beginn der Ausbildung endet die Möglichkeit der Familienversicherung, so dass der Auszubildende verpflichtet ist, sich selbst zu versichern. Dies gilt für sämtliche Bereiche der Sozialversicherung. Hier lohnt es sich einen genauen Blick auf die Leistungen der jeweiligen Krankenkassen zu werfen, die zum Teil spezielle Bonusprogramme anbieten.

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