Was ist ein Bildungsurlaub und welchen Nutzen hat dieser?


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Ein Bildungsurlaub kann beantragt werden, um an Sprach- oder Computerkursen teilzunehmen. Er kann sowohl der beruflichen und politischen Weiterbildung dienen. Dabei muss die Weiterbildung in direkter Verbindung zur Ausbildung stehen. Wen du eine Ausbildung zum Fachinformatiker machst, dann wird ein Weiterbildungskurs im Salsa-Tanzen vom Arbeitgeber bestimmt nicht genehmigt.

Bist du aber in einem Ausbildungsbetrieb angestellt, in dem du immer mal wieder mit ausländischen Kunden zu tun hast, dann macht ein Sprachkurs Sinn. Ob dieser letztendlich von deinem Vorgesetzten genehmigt wird oder nicht, darauf hast du keinen Einfluss. Finde überzeugende Argumente dafür, inwieweit der Bildungsurlaub deine Qualifikationen für deinen Job bereichern wird.

Sobald du von deinem Arbeitgeber das OK bekommen hast, kannst du dich für ein Seminar anmelden. Da die Bildungsurlaube noch nicht in allen Bundesländern gesetzlich verankert sind, variiert ihre Anerkennung bei den Firmen sehr. Deshalb ist es ratsam, drei Monate vor Seminarbeginn, spätestens jedoch vier Wochen früher, den Bildungsurlaub zu beantragen. So kann auch frühzeitig eine Vertretung für dich eingerichtet werden.

Besonders beliebt sind Sprachkurse im Ausland, allerdings werden diese nicht in allen Bundesländern akzeptiert, teilweise sogar nur im internationalen Umkreis von 500 km. Der Bildungsurlaub wird vom Arbeitgeber durch die Fortzahlung des Lohnes übernommen, die Kosten für das Seminar oder die Unterbringung trägt allerdings der Arbeitnehmer selbst.

Da du als Auszubildender bereits einer Art „Weiterbildung“ machst, wird ein Bildungsurlaub nicht in jedem Bundesland genehmigt. Ob dir als Azubi in deinem Bundesland ein Bildungsurlaub zusteht, kannst du hier nachlesen: http://jugend.dgb.de/dgb_jugend/service/bildungsangebote/++co++5fbbf0e0-750f-11e2-8314-5254004678b5

Sollte ein Bildungsurlaub in deinem Bundesland nicht vorgesehen sein, dann kannst du diese Option für die Zeit nach der Ausbildung in Anspruch nehmen. Ein Bildungsurlaub hat nämlich viele Vorteile, auch für deinen Chef. So profitieren beide Seiten.

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