Was kostet die Welt? Kosten und Vergünstigungen für Azubis


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Wer als Azubi seine ersten Brötchen verdient, muss lernen zu rechnen. Zur neu erworbenen Selbstständigkeit gehört auch dazu, mit dem Geld richtig zu haushalten. Kompliziert wird es, wenn man dann zum ersten Mal alleine wohnt. Wie haushalte ich richtig?

Das erste Mal weg von zu Hause, neue Ausbildung, neue Stadt, neue Wohnung? Da kommen viele Kosten auf einen zu. Miete, Strom, Gas, Telefon - alles Sachen, die jetzt nicht mehr Mami und Papi übernehmen, sondern vom Azubi selbst bezahlt werden müssen. Als Azubi-Neuling kann man da schon mal ins Strudeln kommen. Doch ganz so kompliziert ist das alles gar nicht.

Miete

Die Höhe der Miete hängt von der Stadt und von der Gegend ab. Die Mieten sind im sogenannten Mietspiegel der jeweiligen Stadt zusammengefasst und können als erste Orientierung sehr hilfreich sein. Unterschieden wird bei der Mieten zwischen Kalt- und Warmmiete. Wichtig ist es also, sich bei der Wohnungssuche nach der Höhe der Warmmiete zu richten, die sämtliche Nebenkosten wie Heizung und Müllentsorgung in den Mietkosten zusammenfasst. Optimal für Auszubildende ist das Leben in einer WG (Wohngemeinschaft), weil dies die anteilige Miete natürlich deutlich reduziert. Eine WG hat zudem den Vorteil, dass man durch seine Mitbewohner in einer neuen Stadt gleich neue Leute kennen lernt. Zu den Wohnkosten kommen noch Strom- und Telefonkosten hinzu. Wer einen eigenen Haushalt führt, muss darüber hinaus GEZ-Gebühren bezahlen. Wer wenig verdient, kann sich jedoch auf Antrag von den GEZ-Gebühren befreien lassen.

Verpflegung

Wer wohnen will, der will auch essen. Also kommen zu den Wohnkosten auch noch die Kosten für Verpflegung und Freizeit hinzu. Hier lässt sich durch das richtige Konsumverhalten viel Einfluss auf die Höhe der Kosten ausüben. Sind die Kosten für die Miete meist fix, so sind die Kosten für die Verpflegung variabel. Das ist doch schon mal eine gute Nachricht. Das richtige Haushalten beginnt also an diesem Punkt. Das Einkaufen beim Supermarkt sollte demnach organisiert sein. Wer sich vorher einen Einkaufszettel macht, kommt nicht in die Versuchung, Dinge zu kaufen, die er eigentlich nicht braucht. Wichtig ist es auch, auf Sonderangebote zu achten und auf Sonderangebote nicht hereinzufallen. Denn nicht alles, was als Sonderangebot deklariert ist, ist auch wirklich eins. Also Augen auf und zur Not nochmal nachrechnen! Hierbei hilft der Grundpreis, der bei allen Preisen angegeben sein muss. Sparen kann man auch, indem man sich an das saisonale Angebot hält. Das kommt auch der Umwelt zugute, weil durch den Kauf von Saisonprodukten die umweltbelastenden Verkehrswege beim Transport von Lebensmitteln reduziert werden können.

Mobilität

Wer in einer Stadt mobil sein will, der sollte sich ein Jahres- oder Monatsticket für die öffentlichen Verkehrsmittel kaufen. Dieses wird meist vom Ausbilder anteilig bezahlt, um die Mobilität zum Ausbildungsplatz zu gewährleisten. Alternativ sind die Kosten für einen PKW zu berücksichtigen, hier fallen dann Versicherungs- und Benzinkosten an.

Freizeit

Die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ist ein Grundrecht, das auch ein Auszubildender für sich nutzen sollte. Ein Kino- oder Theaterbesuch dient nicht nur der kulturellen Teilhabe, sondern bietet zudem die Möglichkeit, schnell Anschluss in einer neuen Stadt zu finden. Die Kosten für die Freizeitgestaltung sind also ein nicht unwesentlicher Punkt, den jede Azubi-Haushaltskasse hergeben sollte, damit ein Ausgleich zur Ausbildung geschaffen werden kann. Das Pflegen von sozialen Kontakten findet meist über das Ausüben von Hobbys statt. Wer Mitglied in einem (Sport-) Verein werden möchte, sollte sich frühzeitig über die Kosten und Angebote der jeweiligen Stadt informieren.