Was tun bei einer Abmahnung?


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Was genau bedeutet eine Abmahnung für einen Azubi? Wie reagiert man angemessen darauf? Was ist nach einer Abmahnung zu tun? Antworten auf diese und weitere Fragen, sowie alle wichtigen Informationen rund um die Abmahnung während der Ausbildung, findest du im Folgenden.

Eine Abmahnung wird erteilt, wenn der Arbeitgeber mit den Leistungen und dem Verhalten des Auszubildenden nicht einverstanden ist. Ist dies der Fall, legt das Unternehmen dem Auszubildenden schriftlich eine Abmahnung vor. Das Schreiben muss nicht zwingend Gründe und Folgen der Verwarnung beinhalten. Diese können aber in einem Gespräch mit dem Ausbilder ausführlich besprochen werden.

Gründe für eine Abmahnung in der Ausbildung

Unpünktlichkeit und nicht Einhalten der Pausenzeiten
Unentschuldigtes Fehlen in der Berufsschule
Nichtbefolgung von Anweisungen
Respektloses Verhalten gegenüber Kollegen oder Kunden
Krankmeldung nicht oder zu spät einreichen
Das Vernachlässigen des Berichtsheftes

Die Reaktion auf eine Abmahnung

So schwer es auch fällt, wütend oder sogar aggressiv sollte ein Azubi niemals reagieren. Denn das sind gute Gründe, um der Abmahnung eine Kündigung folgen zu lassen. Auszubildende, die eine Abmahnung erhalten haben, sollten zunächst versuchen, Abstand von der Sache zu gewinnen. Am besten, man versucht die Emotionen so gut es geht in Schach zu halten. Nach ein paar Tagen hat sich die Aufregung wieder gelegt.

So gut es eben geht, sollte der abgemahnte Azubi versuchen sich in die Lage seines Chefs zu versetzen. Hat dieser wirklich ungerecht gehandelt oder ist die Abmahnung begründet? Wenn letzteres zutrifft, sollte man sein Verhalten überdenken und es von nun an besser machen. Ein Gespräch mit dem Ausbilder kann zur Schlichtung beitragen. Dieser sollte merken, dass der abgemahnte Azubi aus seinen Fehlern gelernt hat und diese nicht wieder begehen wird.

Erhält ein Azubi eine Abmahnung, mit der er nicht einverstanden ist, kann er sich an den Personalrat oder den Betriebsrat wenden. Eine weitere Anlaufstelle ist die Jugend- und Ausbildungsvertretung (JVA). Mit einer schriftlichen Gegendarstellung müssen die Beweggründe und ungerechtfertigten Inhalte erörtert werden. Erst dann können weitere Schritte in Erwägung gezogen werden.

Hat der Abgemahnte keine Schuld oder legt ausreichende Begründungen für die Unstimmigkeiten dar, kann er Einspruch erheben bzw. die Abmahnung zurückziehen lassen. Wird der Auszubildende weiterhin schuldlos angeprangert, kann er gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen und eine Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte verlangen.

Die möglichen Folgen einer Abmahnung während der Ausbildung

Nach der Abmahnung kann die Kündigung folgen, sodass die Bedeutung des Verweises nicht unterschätzt werden darf. Ebenfalls kann eine Abmahnung in der Personalakte die Jobsuche nach Beendigung der Ausbildung erschweren, weshalb bei Erhalt der Verwarnung sofort gehandelt werden muss. Im Idealfall entschuldigt der Auszubildende für sein Fehlverhalten und lässt sich bis zum Ende der Ausbildungszeit nichts mehr zu Schulden kommen.

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