Wohnen im Wohnheim – nicht nur für Studenten


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Hast du in einer fremden Stadt eine Ausbildungsstelle angeboten bekommen und suchst nun Wohnräume? Du hast Blockunterricht in einer fremden Stadt und weißt nicht, wo du schlafen kannst?

Über 200.000 Jugendliche in Deutschland leben in einem Jugendwohnheim. Hier wird ihnen die Chance gegeben, abseits ihres Elternhauses zu leben, ohne allein zu sein. Denn Jugendwohnheime bieten ihren Bewohnern nicht nur Wohnraum, sondern auch ein soziales Umfeld, dass sie stützt und schützt.

So werden Möglichkeiten der Freizeitgestaltung angeboten, auf die Verpflegung der Jugendlichen geachtet und geschulte Mitarbeiter stehen ihnen rund um die Uhr zur Seite. Es gibt Gemeinschaftsräume und ganz nebenbei lernen sie auch die anderen Bewohner kennen und haben so die Chance, neue Freunde an ihrem neuen Wohnort zu gewinnen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es zur Zeit 730 Jugendwohnheime, die darauf spezialisiert sind, Jugendlichen im Alter von 15-27 Jahre für eine begrenzte Zeit Wohnraum zu bieten. Sie finanzieren sich, anders als Studentenwohnheime, über Spenden, öffentliche Träger oder Verbände.

Während manche Wohnheime von einzelnen Unternehmen gesponsert werden, befinden sich andere in kirchlicher Trägerschaft. Je nach Träger haben die Wohnheime eine unterschiedliche Ausrichtung. Nicht jede Berufsgruppe kann in jedem Wohnheim berücksichtigt werden, daher sollten sich Interessenten gut informieren. Sowohl Einzelapartments als auch Wohngemeinschaften stehen zur Verfügung. Eine Liste aller Wohnheime in Deutschland ist unter http://www.auswaerts-zuhause.de/ aufrufbar.

Um einen Platz im Wohnheim zu erhalten, muss in der Regel ein Ausbildungs- oder Praktikumsvertrag vorgelegt werden. Da die Wohnangebote begehrt sind, sollte man sich, sobald der Vertrag sicher ist, direkt bei dem Wunschwohnheim anmelden.

Eine generelle Zulassungsregelung gibt es nicht, daher hilft es nur, sich frühzeitig direkt bei den Wohnheimen zu informieren. Die Finanzierung der Plätze ist von Fall zu Fall unterschiedlich, auch hier empfiehlt es sich, direkt beim gewünschten Wohnheim nachzufragen.

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