Kaufmann/-frau für Verkehrsservice


© Sailorr / shutterstock.com
Tätigkeit

Ein/e Kaufmann/-frau für Verkehrsservice muss sich während der Ausbildung für einen der beiden Schwerpunkte entscheiden: Verkauf und Service oder Sicherheit und Service. Im Bereich Verkauf und Service bist du in der Kundenbetreuung in Form von Fahrplanauskünften oder Fahrkartenausstellungen tätig. Genauso bist du für die Fahrkartenkontrolle oder den Begleitdienst im Zug zuständig. Kaufmännische Aufgaben wie Reklamationsbearbeitungen oder telefonische Auskünfte sowie Marketingmaßnahmen gehören ebenfalls zu deinem täglichen Arbeitsfeld.

Im Bereich Sicherheit und Service bist du stets für die Sicherheit der Fahrgäste verantwortlich. Du kontrollierst die Videoüberwachungsanlagen am Bahnsteig oder im Fahrzeug, prüfst die technischen Service- und Sicherheitseinrichtungen, kannst vor Ort die Personalien von Schwarzfahrern aufnehmen oder Randalierer festhalten, bis die Polizei eintrifft. Du bist dafür zuständig, die Vorschriften und die Ordnung am Arbeitsort einzuhalten sowie zu gewährleisten und hast auch manchmal die Möglichkeit, als Begleitdienst von Prominenten oder bestimmte Personengruppen zu agieren.

Dein Beschäftigungsort ist meist ein Bus-, Bahn- oder Schifffahrtsunternehmen, aber auch ein Reisebüro oder am Flughafen. Du arbeitest, im Team oder selbstständig, an Schaltern, in Büros oder an Servicepoints, im Bereich Sicherheit ist dies meist das Verkehrsmittel, der Bahnhof oder die Sicherheitszentrale. In beiden Schwerpunkten musst du mit Schichtdienst rechnen, also oft auch nachts und an Feiertagen arbeiten.

Fakten zur Ausbildung

Die dreijährige Ausbildung zum/r Kaufmann/-frau für Verkehrsservice wird in zwei Schwerpunkten angeboten: Verkauf und Service, Sicherheit und Service. Je nach Wahl erhältst du Zusatzinformationen in deinem Schwerpunkt.

Im ersten Ausbildungsjahr lernst du, wie du Zahlungsvorgänge abwickelst, Kunden- und Verkaufsgespräche situationsgerecht sowie serviceorientiert führst, was bei der Kundenbetreuung allgemein zu beachten ist oder wie du Verkehrswege und -mittel recherchierst und übermittelst.

Im zweiten Ausbildungsjahr erhältst du Kenntnisse darin, wie du bestimmte Personengruppen betreust, wie du mit fremdsprachigen Kunden umgehst, welche Problembehandlungsmöglichkeiten  es gibt, wie du Leistungen des Unternehmens anbietest oder die Funktionsfähigkeit der Serviceeinrichtungen prüfst.

Im letzten Jahr lernst du, wie du verkaufsfördernde Maßnahmen anwendest, was bei Zahlungsverzug zu tun ist, wie du Kunden über Sicherheitsleistungen informierst oder wie du die Bedeutung der Verkehrswirtschaft analysierst sowie bewertest.

Vergütung


Während der dualen Ausbildung kannst du beispielsweise zwischen 600 bis 730 Euro Brutto Ausbildungsvergütung erhalten (1. bzw. 3. Ausbildungsjahr). (Stand 2011) Als ausgebildete/r Kaufmann/-frau für Verkehrsservice kannst du je nach Tarif zwischen 1.800 bis 2.000 Euro Brutto-Gehalt verdienen.

Zugangsvoraussetzungen


Die meisten Auszubildenden zum/r Kaufmann/-frau für Verkehrsservice besitzen einen mittleren Bildungsabschluss. Es ist jedoch keine schulische Vorbildung vorgeschrieben. Wichtige vertiefte Kenntnisse in den Fächern Deutsch (Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift), Wirtschaft (Rechnungswesen), Englisch (Fremdsprachige Kunden), Mathematik (Kosten- und Preisberechnung) und EDV sind von Vorteil.


Lehrstellen

Hier findest du eine Auswahl von freien Ausbildungsplätzen für den Beruf Kaufmann/-frau für Verkehrsservice

© Syda Productions / shutterstock.com
© mimagephotography / shutterstock.com
© Tyler Olson / shutterstock.com