Integration auf dem Arbeitsmarkt - Auszubildende aus dem Ausland gerne gesehen


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Die globale Vernetzung des Arbeitsmarktes hat in Europa zu etlichen Angeboten an Austauschprogrammen geführt, in dessen Rahmen Auszubildende einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolvieren können. Im Zuge der Öffnung des europäischen Arbeitsmarktes strömen nicht nur deutsche Auszubildende ins europäische und transkontinentale Ausland, sondern es zieht auch immer mehr ausländische Fachkräfte nach Deutschland.

Dieser Prozess ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass immer mehr Auszubildende aus dem Ausland nach Deutschland kommen. Diese sind bei Arbeitgebern in der Regel gerne gesehen, bringen sie doch wertvolle interkulturelle Aspekte in den Betrieb, der auch den innländischen Kollegen zugute kommt. Und immerhin fehlen in Deutschland gut ausgebildete Fachkräfte, so dass viele Betriebe zum Teil ihre Ausbildungsstellen nicht besetzen können.

Die Bundesregierung hat aus diesem Grund eine Offensive gestartet, die dabei helfen soll, Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Aber warum nicht schon früher ansetzen? Viele Unternehmen setzen deshalb bereits jetzt auf junge Auszubildende nicht nur aus dem europäischen Ausland, denn unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Ausbildung in Deutschland auch für nicht EU-Bürger möglich.

Als Folge der Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit der Europäischen Union steht der Ausbildungsmarkt in Deutschland schon lange den EU-BürgerInnen offen. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz für Bewerber aus dem europäischen Ausland haben sich in den vergangenen Jahren nochmal deutlich erhöht. Und das hat einen Grund: während die Arbeitsmarktsituation
insbesondere im südlichen Europa für viele gut qualifizierte Jugendliche prekär geworden ist, gehört die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland zu den niedrigsten in ganz Europa. Viele Ausbildungsberufe verfügen über mehr Ausbildungsplätze als sie besetzen können. Da sind den Unternehmen ansprechende Bewerbungen von motivierten Jugendlichen aus dem Ausland sehr willkommen.

Dies gilt auch für Bewerbungen aus dem nicht-europäischen Ausland. Zwar ist die Anstellung eines Auszubildenden als nicht EU-Bürger mit deutlich mehr bürokratischen Aufwand verbunden (Visa etc.), dennoch ist dies für viele global agierende Unternehmen mittlerweile zur Routine geworden.

Trotzdem sind für viele Betriebe zumindest Grundkenntnisse der deutschen Sprache Voraussetzung für die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Da die Ausbildung in Deutschland durch ein duales System aufgebaut ist - ein Teil der Ausbildung also in der Berufsschule absolviert werden muss - sind diese durchaus erforderlich. Viele Unternehmen bieten jedoch die Möglichkeit begleitender Sprachkurse, die den ausländischen Auszubildenden dabei helfen sollen, die deutsche Sprache zu erlernen.

Besonders gefragt sind gut qualifizierte Auszubildende in den Bereichen Medizin, Ingenieurswesen in der IT-Branche und in den Naturwissenschaften.

Wer sind als ausländischer Bewerber in diesen Bereichen bewirbt, hat in der Regel gute Aussichten auf einen Ausbildungsplatz und zudem die Chance nach der Ausbildung übernommen zu werden.

Das Bewerbungsverfahren verläuft für Bewerber aus dem europäischen Ausland genauso wie für innländische Bewerber. Hier erfolgt in der Regel zunächst eine schriftliche (Online-) Bewerbung, der dann ein Vorstellungsgespräch folgt. Hat man den Ausbildungsplatz erhalten, erfolgt das Absolvieren der Berufsausbildung innerhalb von zwei bis drei Jahren. Neben dem Erwerb praktischer Fertigkeiten innerhalb des Betriebes steht im dualen Ausbildungssystem in Deutschland auch die Vermittlung theoretischen Wissens in der Berufsschule im Mittelpunkt der Berufsausbildung.

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