kein Ausbildungsplatz gefunden, was nun?


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Trotz motivierter Suche noch keinen Ausbildungsplatz gefunden?! Kein Grund zur Sorge, denn die Agentur für Arbeit bietet zahlreiche Angebote an, die Jugendlichen dabei helfen können, trotzdem den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen. Praktika oder ein Berufsvorbereitungsjahr bieten die Möglichkeit der Überbrückung bis ein Ausbildungsplatz gefunden wurde und vermeiden zudem Lücken im Lebenslauf.

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz kann zermürbend sein, vor allem dann, wenn nur Absagen eintrudeln. Das nagt am Selbstbewusstsein. Das muss aber kein K.O.-Kriterium für den Arbeitsmarkt sein. Enorm steigern lassen sich die Chancen auf einen Ausbildungsplatz z.B. durch das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), das auch der Orientierung dient. Denn neben den klassischen Schulfächern besteht im Rahmen des BVJ die Möglichkeit, in verschiedene Ausbildungsberufe hineinzuschnuppern und so wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln. Im Lebenslauf macht sich das gut und es lohnt sich vor allem für Schulabgänger, die schulische Defizite aufzuarbeiten haben. Der begleitende Unterricht hilft Bildungslücken zu schließen, die möglicherweise einer erfolgreichen Ausbildung im Wege gestanden hätten.

Eine Alternative bietet die Einstiegsqualifikation für Jugendliche (EQJ). In einem sechs bis zwölfmonatigen Praktikum lernen die Jugendlichen die Arbeit in einem Ausbildungsberuf kennen und besuchen begleitend die Berufsschule. Ideal ist diese Kombination deshalb, weil hier in einem recht großzügigen Zeitfenster sowohl praktische als auch theoretische Kompetenzen vermittelt werden. Weitere Pluspunkt: Das Praktikum und die Arbeit im Betrieb werden vergütet, so dass die Jugendlichen schon mal einen Eindruck ihrer Selbstständigkeit erhalten. Das steigert enorm das Selbstbewusstsein. Wer sich hier durch Fleiss und Engagement beim Chef exponiert, darf im Anschluss vielleicht sogar auf einen Ausbildungsplatz hoffen.

Ähnlich ausgerichtet ist das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), welches allerdings nicht in jedem Bundesland angeboten wird. Das BGJ wird mit einem Berufsschwerpunkt an einer Berufsschule absolviert, in der den SchülerInnen praktisches und theoretisches Wissen vermittelt wird. Zwar kann das BGJ nicht als Ausbildungsjahr angerechnet werden, es lohnt sich aber für Jugendliche, die die Schule abgebrochen haben. Ihnen wird im Rahmen des BGJ die Möglichkeit geboten ihren Schulabschluss nachzuholen, was ihre Chancen auf einen regulären Ausbildungsplatz nochmals steigert.